Im Interview: Michael Pfaff – der Fotograf dem die Frauen vertrauen Interview

Interview 5

Seit mehr als 25 Jahren fotografiert Michael Pfaff nun schon. Angefangen mit Naturfotografie ist er heute hauptsächlich im Bereich Peoplefotografie. Seine Fotos zeigen bildhübsche Frauen in sexy Posen. Die Kulissen sind unterschiedlich, von alten Ruinen bis zu wilden Wiesen und abgelegenen Bächen im Wald. Die Bilder erzählen kleine Geschichten oft mit einer gelungenen Portion Erotik.



Menify: Wenn man Fotografen nach dem Beginn ihrer Leidenschaft fragt, sprechen sie meist über ihre erste Kamera. Du auch?

Michael Pfaff: Ja, das war auch bei mir so! Mit 12 Jahren habe ich mir immer wieder im Quelle Katalog die REVUE Kameras angeschaut. Es gab damals tolle Angebote mit zwei Objektiven. Ich war fasziniert von dieser Technik und der Möglichkeit besondere Situationen „einzufrieren“. Aber es hat dann doch noch ein paar Jahre gedauert bis ich mir von meinem eigenen Geld meine erste Spiegelreflex, eine MINOLTA 3xi, kaufen konnte. Die Filme und das Entwickeln waren nicht billig. So hat man sehr gut überlegt, bevor man den Auslöser gedrückt hat! Das ist heute unvorstellbar!

Wie kamst du zur Fotografie und was waren deine erste Motive?
Bilder von einer Libelle im Flug, die Makroaufnahme einer Schnecke, eine Langzeitbelichtung eines Baches oder ein Baum im Nebel haben mich schon damals begeistert. Wenn ich durch die Natur gelaufen bin, sah ich ständig Motive und wollte diese auch fotografieren. Ich denke mal dass ich schon damals sehr kreativ war und die Fotografie für mich die beste Art war meine Kreativität aus zu leben.

Fotograf Michael Pfaff und Model Kristina

„Milch ist gesund“ – ein Werk von Michael Pfaff und dem Model Kristina.

 

Bei deinen Shootings bist du umgeben von hübschen Frauen, kam da schon einmal ein ‚unmoralisches Angebot‘ von einem Model?

Die Frage wird mir immer wieder gestellt. Viele Männer sehen natürlich zuerst das hübsche Model, bei meinen Bildern zudem oft mit wenig Stoff. Da geht bei vielen die Phantasie durch. Für mich sind diese Situationen Alltag. Hinter einem guten Foto steckt viel Arbeit. Viele unterschätzen das. Wenn man(n) die Hormone nicht im Griff hat, kann man sich nicht mehr auf das wesentliche konzentrieren und das würde man an der Qualität des Bildes sehen. Ich trenne das seit Jahren erfolgreich.

Was zeichnet Deiner Meinung nach ein herausragendes Foto aus?

Für mich sind es viele Faktoren, die zusammen kommen müssen damit es perfekt ist. Zum einen sind es die technischen Merkmale wie Lichtgestaltung , Aufnahmewinkel, Schärfe und Unschärfe. Aber wo sich die Spreu vom Weizen trennt ist der Punkt, wo das Foto eine Geschichte erzählt und eine Stimmung wieder spiegelt. Wo man merkt dass das Model vertrauen zum Fotografen hat. Da geht es um viel mehr wie Technik und Software. Ein gutes Bild schaue ich mir gerne zweimal an.

Gab es ein kurioses Erlebnis bei einem Fotoshooting welches dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Das war bei einem Dessous-Shooting in einem alten Haus. Alles war Antik. Es war eine tolle Stimmung und der Besitzer war den ganzen Tag mit dabei bzw. wir waren ja in seiner Wohnung zu Gast und er saß am Schreibtisch und konnte das Shooting von dort miterleben. Plötzlich kam unerwarteter Besuch und er wollte Ihn begrüßen. Da wir die Möbel umstellen mussten, stand der alte Esstisch in einem Durchgang. Der Besitzer beugte sich über den Tisch um den Besuch zu begrüßen, aber der Esstisch war dann doch zu alt. Der große Tisch zerbrach einfach, die Kaffeetassen und das Obst flogen durch die Luft und er lag mitten in diesem Chaos. Das Ganze war wie im Film. Einige Sekunden war es totenstill im Raum und ich war wie gelähmt. Ich muß das nicht noch einmal habe, aber kurios war die Situation auf jeden Fall.

Was für ein besonderes Shooting würdest du gerne einmal machen?

Ausgefallene Locations haben für viele Fotografen einen besonderen Reiz. Für mich trifft das natürlich auch zu. Einen Traum habe ich mir im letzten Jahr mit einem Shooting in den Beelitzer Heilstätten bereits erfüllt. Toll wäre ein Shooting mit einem großen, blonden Model mitten in Tokyo. Die jungen Japaner flippen beim Anblick blonden Haaren immer wieder aus weil es das dort so nicht gibt. Ich liebe diese Kontraste in meinen Bilder. Ich warte einfach mal ab, wäre toll wenn sich so ein Job mal ergeben würde.

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Hast du ein Lieblingsmotiv oder Model?

Wie schon erwähnt, habe ich am Anfang viel in der Natur fotografiert. Heute kann ich sage das die Peoplefotografie definitiv in den Vordergrund gerückt ist und meine Bilder bestimmt. Ich muss kein Topmodel shooten. Viel mehr macht es mir Spaß „normalen“ Leuten zu zeigen was für tolle Wirkung sie auf Fotos haben können. Gerne auch mit einer Prise Erotik.

Mehr Bilder von Fotograf Michael Pfaff gibt es auf michaelpfaff.de und auch auf Facebook: facebook.com/ArtOfPhotograph

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