Im Interview: Max Baumert der Kickbox-Weltmeister Interview

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Max Baumert ist ein echter Weltmeister, der ambitionierte Berliner hat es mit hartem Training und großer Disziplin an die Weltspitze im K1 Kickboxen geschafft. Wir hatten die Gelegenheit mit dem aktuellen Weltmeister und Titelverteidiger Max Baumert über seinen Sport und seine Erfolge zu sprechen.



Der gebürtige Berliner Max Baumert war schon immer dem Kampfsport zugetan, während andere in Fussballvereine gingen, fing Baumert mit dem Karate. Mit 10 Jahren begann sein Werdegang im Kampfsport, ab dem Jahr 2006 kam dann Kick und Thaiboxen dazu und seit 2007 kam noch das Amateurboxen hinzu. Inzwischen hat er mehr als 35 Boxkämpfe absolviert – davon 28 Siege.

Inzwischen kämpft Max Baumert für Golden Glory Berlin, einer der besten Adressen in Sachen Kampfsport in Berlin. Dort ist Baumert unter anderem auch als Trainer für Jugendliche und Kinder aktiv, neben seinem normalem Training.

Seit September 2012 ist er professioneller K1-Kämpfer, seine bisherige Profi-Karriere krönte er mit dem Weltmeistertitel der World Kickboxing and Karate Union (WKU) 2013. Für den Weltmeistertitel hat Max Baumert sein Leben fast komplett dem Sport untergeordnet. Neben zwei Trainingseinheiten pro Tag ist auch eine gesunde Ernährung die Grundlage für den Erfolg im Profi-Kampfsport.

Kickboxen ist in der deutschen Fernsehlandschaft nur spärlich vertreten, das bemängelt auch Max Baumert. Mit ihm konnten wir über den Sport und seine Wünsche für die Zukunft sprechen.

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Wie kamst du zum Kampfsport, speziell dem Kickboxen?
Ich habe schon früh meine Leidenschaft für den Kampfsport entdeckt. Mit 10 Jahren fing ich mit Karate an und probierte dann noch andere Kampfsportarten aus. Als Jugendlicher habe ich parallel Boxen und Kickboxen trainiert und gekämpft. Später habe ich mich für das Kickboxen entschieden, weil das der Sport ist der mir am meisten liegt.

Inzwischen bist du Profi-Kickboxer, wie sieht da ein normaler Tag für dich aus?
In erster Linie bin ich Profikämpfer und trainiere zweimal am Tag, einmal morgens und einmal Abends.
Nebenbei arbeite ich als Personaltrainer und Mental Coach. Außerdem mache ich nebenbei ein Fernstudium, Fitnesstrainer A-Lizenz und Ernährungsberater.

Auf manche Zuschauer wirkt Kickboxen sehr brutal. Kannst du kurz die groben Regeln erklären? Gibt es so etwas wie einen „Ehrencodex“ unter den Kämpfern?
Beim K1-Kickboxen dürfen wir schlagen wie beim Boxen, Tritte zum Kopf, Körper und auf den Oberschenkel sind erlaubt und wir dürfen Kniestöße zum Kopf und Körper des Gegners anwenden. Für manchen sieht das zwar sehr brutal aus, doch es ist ein Sport wie jeder andere auch – nach klaren Regeln. Wir geben im Kampf alles, aber nach dem Kampf sind wir wir Freunde.

Was würdest du dir für die Sportart Kickboxen wünschen?
Ich würde mir wünschen, dass Kickboxen bekannter wird und auch in den Medien mehr Anerkennung und damit mehr Präsenz erhält. Kickboxen ist noch in relativ junger Sport und ich denke, dass sich das mit der Zeit auch entwickeln wird. Das Interesse am Kickboxen wächst von Jahr zu Jahr, wir sind da auf einem guten Weg.

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Du bist amtierender K1 Kickbox Weltmeister. wie lange hast du darauf hingearbeitet? Wann und gegen wen musst du deinen Titel zum ersten mal verteidigen?
Schon als ich mit dem Sport angefangen habe, war es mein Ziel irgendwann gegen die Besten der Welt zu kämpfen und natürlich auch zu gewinnen. Ich habe den Weltmeistertitel letztes Jahr in Griechenland auf Kreta geholt. Es war ein harter Kampf gegen einen starken Griechen. Nachdem er mich in der ersten Runde einmal zu Boden geschickt hat, habe ich den Kampf in der fünften Runde durch ein gesprungenen Kniestoß zum Kopf beendet.

Meine erste Titelverteidigung hatte ich dieses Jahr in Berlin. Mein Gegner war Milan Pales aus der Slowakei, den ich in der vierten Runde nach Aufgabe via Lowkicks besiegt habe. Die Titelverteidigung war besonders schön, da es in meiner Heimatstadt Berlin war und meine Freunde und Fans meinen Erfolg mit mir feiern konnten. Ich freue mich schon auf die nächste Titelverteidigung.

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Was sind sportlich gesehen die Ziele für dich in den nächsten Monaten und Jahren?
Ich liebe einfach dieses Leben als Kämpfer. Ich will weiterhin gegen die Besten der Welt kämpfen und gewinnen. Ein großer Wunsch von mir ist es, auf allen Kontinenten der Welt zu kämpfen. Ich bin momentan Weltmeister der World Kickboxing and Karate Union (WKU) und mein großes Ziel ist es die Nr.1 bei der Glory World Series, der größten Kickbox-Organisation der Welt zu werden.

Aktuell machst du eine A-Lizenz als Fitnesstrainer. Was können Leute im Fitnessstudio von einem Kickboxer lernen?
Im Fitnessstudio arbeite ich nicht. Ich vermittle meinen Kunden neben dem körperlichen Training auch mentales Training. Durch das Training gewinnen meine Kunden auch innere Stärke und Ausgeglichenheit, das sich dann natürlich auch auf andere Lebensbereich positiv auswirkt. Außerdem unterrichte ich die Kinder bei uns im Gym in Sachen Kampfsport.

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Womit verbringst du deine Freizeit, wenn du nicht im Training bist?
Ich bin ein einfacher Mensch. Mein Leben besteht nur aus Training, Essen und Schlafen (lacht). Ich habe nicht viel andere Hobbys, weil mir alles Spass macht was ich tue und ich davon nichts als „Arbeit“ bezeichnen würde. Ich verbringe sonst gerne Zeit mit Freunden und Familie.

Wer mehr über Max Baumert oder Kickboxen erfahren will, dem empfehlen wir die Fanseite von ihm oder ein Blick auf die Seite des Golden Glory in Berlin.

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