Wohnen in der alten Pilsstube Lifestyle

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Wohnen in einer ehemaligen Kneipe? In München haben sich zwei Architekten die perfekte Familienwohnung geschaffen und dabei von den Stärken des ehemaligen Lokals Pilsstube profitiert. Auf 140 Quadratmetern lebt es sich mehr als gemütlich.



Direkt in der Kneipe wohnen, dürfte sicherlich für den einen oder anderen Mann alles andere als uninteressant klingen. Das Bier in Reichweite, immer gute Gesellschaft und damit Langweile ausgeschlossen. Ganz anders sieht es jedoch aus, wenn man Wohnungen in ehemaligen Kneipen einrichten möchte. Aufgrund der spezifischen Änderungen sind Kneipenräume in der Regel absolut ungeeignet für die Umwandlung in Wohnraum. Wie es trotzdem gehen kann, haben nun zwei Innenarchitekten mit der Pilsstube in München bewiesen. Das ehemalige Lokal ist heute die Wohnung der beiden und ihrer Kinder.

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Wohnboxen mit großer Flexibilität

Zuerst einmal die schlechte Nachricht für alle Männer, die bei der Überschrift gleich ein Bierschlaraffenland vor Augen hatten. Da es sich bei der umgebauten ehemaligen Kneipe nicht um eine Junggesellenbude, sondern um eine Familienwohnung handelt, wird man keine Zapfhähne oder die Reste eine Theke finden. Stattdessen handelt es sich um eine geräumige Wohnung, die vor allem durch richtig viel Platz besticht. Die großen Lokalräume in der ehemaligen Pilsstube wurden in zwei Wohnboxen aufgeteilt. Abgetrennt werden die beiden Boxen durch einen kleinen Raumkörper in dem sich Dusche, WC und Garderobe befinden.
In der größeren der beiden Boxen befindet sich der Wohnraum. Mit knapp 80 Quadratmetern ist dieser größer als so manche Familienwohnung. Zudem zeichnet sich die ehemalige Pilsstube durch besonders hohe Decken aus. Ganze 3,75 Meter ist die Decke in der Wohnung hoch. In Box Nummer 2 befindet sich das Kinderzimmer. Sauber abgetrennt durch einen Raumkörper, sodass ein separater Raum entsteht. Erwärmt wird das Ganze durch eine Fußbodenheizung, die verhindert, dass es in der Erdgeschosswohnung zu kalt wird.

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Zudem sorgen die kneipentypischen großen Fassadenfenster für eine freundliche und helle Atmosphäre im Raum. Hier haben sich die Architekten bei der Umgestaltung jedoch einen Kniff überlegt. Um zu verhindern, dass Passanten durch die großen Fenster in das Innere der Wohnung schauen können, wurde jeweils ein breites Holzpaneel in das Fenster eingebaut. Dies sorgt sowohl für Sichtschutz als auch für eine interessante Optik der Fassade. Dies funktioniert anscheinend richtig gut. Bis heute haben die Bewohner der Pilsstube keine Gardinen in ihren Wohnungen und dass bei einer Erdgeschosslage.

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Ausstattung passend zum Ambiente

Wenn man in einer ehemaligen Kneipe wie der Pilsstube wohnt, dann muss natürlich auch die Ausstattung passend zum Ambiente gewählt werden. Aus diesem Grund kamen Designermöbel für die Bewohner auch gar nicht infrage. Stattdessen wurden viele Möbelstücke aus zweiter Hand oder in Antikgeschäften gekauft. Viele der Stücke wurden zudem mit Seekiefer-Kistensperrholz verkleidet. Dadurch erhält der Raum ein viel wärmeres Gefühl, ohne dass der rustikale Charm verloren geht.

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Die Wände sind zudem fast im Originalzustand gehalten. Lediglich an Punkten, wo das Mauerwerk zu sehr beschädigt war, ließ man einige Ausbesserungsarbeiten vornehmen. Ansonsten wurde das Ziegelsteinmauerwerk mit Weiß übermalt, wobei die Struktur immer noch erkennbar ist. Die ehemalige Pilsstube hat sich so zu einer idealen Wohnung für die Architekten-Familie entwickelt und gezeigt, welche Möglichkeiten in ehemaligen Kneipenräumen schlummern. Vor allem für Junggesellen oder Party-WGs scheint da noch einiges an Potenzial vorhanden zu sein, das man sicherlich noch ausnutzen lassen kann.

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