Der Leopard 2A7V unschlagbar im Großstadtdschungel Auto

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Er ist eine Legende auf dem Schlachtfeld und gilt als leistungsfähigste Kampfpanzer der Welt: Der Leopard ist eine der Stützen der Bundeswehr. Aktuell wird fleißig an einer verbesserten Version des Erfolgspanzers gearbeitet. Doch wie schlägt sich diese eigentlich im Alltag?

Wer hatte nicht schon einmal diesen Gedanken? Es ist 16 Uhr, der Berufsverkehr ist im vollem Gange und auf der Straße geht es weder vor noch zurück. Jetzt einmal in einem Panzer sitzen und richtig aufräumen. Im Vergleich zu einem Modell wie dem Leopard 2A7V kann schließlich selbst der größte SUV nach Hause fahren und jeder Kombi wird mit links einfach von der Straße geschubst. Der Leopard 2A7V gilt nicht umsonst als stärkster Kampfpanzer der Welt. Nach Angaben des Herstellers KMW kommt er in 18 Staaten zum Einsatz. Auch die Bundeswehr greift auf ihn zurück, wobei man dem Leopard aktuell auch gleich noch ein Upgrade spendiert.

Der Der Leopard kann selbst für Raum auf dem Parkplatz sorgen

Rund 17 Tonnen Gewicht, 12-Zylinder-Dieselmotor und eine 120-mm-Glattrohrkanone sorgen dafür, dass vermutlich jeder Verkehrsteilnehmer dem Leopard 2A7V auf der Straße Vortritt lassen dürfte. Unabhängig davon, ob dieser Vorfahrt hat oder nicht. Selbst für die Autobahn ist der Panzer aufgrund seiner Geschwindigkeit zugelassen. Schließlich erreicht der Leopard eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 72 Kilometer in der Stunde.

Kampfpanzer Leopard 2A7V

Ein Rennen mit einem Sportwagen gewinnt man dabei vielleicht nicht, muss man aber auch nicht, wenn man eine dicke Kanone mit an Bord hat. Die Glattrohrkanone verschießt 120-Milimeter-Geschosse die keinen Stein auf dem anderen lassen. Neben dem Abschrecken unliebsamer Verkehrsteilnehmer lässt sich damit beispielsweise auch wunderbar auf einem Parkplatz für Platz sorgen, wenn dieser einmal wieder hoffnungslos überfüllt ist. Dabei muss man selbst gar nicht so genau zielen können. Der Leopard 2A7V ist quasi ein rollendes Rechenzentrum mit modernsten Zielunterstüzung.

Platz an Bord finden übrigens vier Personen. Der Einsatz eines Leopard als Familienfahrzeug ist daher ebenfalls gewährleistet, vorausgesetzt, die Familie ist nicht zu groß. Zudem sorgt das aktuelle Upgrade auch für ein bequemeres Reisen für die Passagiere. Neben einem höheren Schutzniveau werden auch verbesserte ABC- und Klimaanlagen verbaut. Man muss sich also auch keine Gedanken machen, wenn es im Sommer etwas wärmer wird. Darüber hinaus sorgt das Upgrade auch für verbesserte Funksysteme sowie modifizierte Feuerleitrechner.

Über 100 zusätzliche Leopard 2A7v für die Bundeswehr

Der Leopard 2 wird in Deutschland bereits seit den 70er Jahren eingesetzt. Seine Premiere feierte er im Jahr 1979 als er die Nachfolge des Leopard 1 antrat. Dieser war der erste deutsche Kampfpanzer, der nach dem Ende des 2. Weltkrieges hierzulande gebaut wurde. Die Version 2A7 ist seit 2014 im Einsatz, im Mai 2017 wurde schließlich der Umbau zum Leopard 2A7V beschlossen. Das V steht dabei einfach nur für „verbessert“.

Kampfpanzer Leopard 2A7VGebaut werden sollen von dieser verbesserten Version des Leopards mehr als 100 Stück. So will die Bundeswehr ihren Bestand an Panzern bis 2026 von 205 auf insgesamt 328 Stück erhöhen. Bis 2023 sollen allein 103 Leopard 2A7V hergestellt werden. Für Privatpersonen ist ein Verkauf, so sehr es sich mancher vielleicht wünschen möchte, nicht geplant. Bei der großen Anzahl können Interessenten aber vielleicht darauf hoffen, dass einmal einer vom Laster fällt. Allerdings dürfte sich ein solch „gefundener“ Alltagspanzer vermutlich relativ schwer verstecken oder beim Treffen mit der Polizei erklären lassen.

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