Einmannpackungen – Das Essen für den Krieg Mentertainment

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Die Verpflegung von Soldaten im Einsatz ist eine logistische Herausforderung. Weltweit entwickeln die Armeen immer neue Einmannpakete um die Soldaten optimal zu versorgen.



Das Sprichwort „Ohne Mampf kein Kampf“ kommt nicht von ungefähr. Schon in den vorherigen Jahrhunderten haben die Anführer verschiedener Armeen gelernt, dass Soldaten mit leerem Magen keine Schlacht gewinnen können. Daher versuchten sie bis heute dem Soldaten im Einsatzgebiet die beste Feldverpflegung zu bieten.

Die britische Zeitung „Guardian“ hat nun in einer Fotoserie die Verpflegungspakete aus elf Nationen begutachtet.

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Um herauszufinden, wie lecker diese „combat rations“ wirklich sind, hat der „Guardian“ alle in Afghanistan stationierten Armeen um eine Kostprobe gebeten. Elf Nationen lieferten: Italien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Australien, Spanien, die USA, Kanada, Norwegen, Estland und Singapur. Zum Testessen wurden die „Kampfrationen“ dann Diplomaten, Beamten, Mitarbeitern von Hilfsorganisationen und Sicherheitsfirmen aus der ganzen Welt vorgesetzt, die jeweils für den Genuss zahlen mussten; der Erlös wurde afghanischen Schulen gespendet.

Der Sieger dieses ungewöhnlichen Wettkampfes kommt aus Italien, auf Platz zwei folgen die Franzosen. Aber auch die Einmannpakete, kurz EPa, aus Deutschland schnitten gut ab.

Die Einmannpakete der Bundeswehr

Bei der Bundeswehr gibt es seit 2013 zwölf verschiedene EPa Typen zur Auswahl. Früher waren es sogar bis zu 19 Varianten.

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Die EPa der Bundeswehr enthalten jeweils ein breites Angebot: Fertiggerichte, Müsli(riegel), Brot, Streichwurst, Marmelade, Desserts, Snacks, Getränkepulver, Salz und Pfeffer, Kaffeepulver, ein Päckchen Kaugummi – und praktisches Zubehör wie Streichhölzer, Wasserentkeimungstabletten, Erfrischungstücher. Ein Klassiker im EPa sind die „Panzerplatten“ genannten Hartkekse.

Zur Einmannration gehören ein bis zwei Fertiggerichte, die man in heißem Wasser erwärmen, aber angeblich auch kalt verzehren kann – „ohne Nährwertverlust und wesentliche Einbuße im Geschmack“. Auf jeden Fall sind diese Menüs heute deutlich kreativer als zu Zeiten von Schweinskopfsülze in Aspik. Sogar Currywurst und Pasta kann der Soldat heute im Feld essen.

Auch wenn das ganz durchaus praktisch ist, ziehen die meisten Soldaten aber das Essen aus der Truppenküche vor.

Titelbild: Bundeswehr/Bienert

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