Im Kino: True Story – Spiel um Macht Entertainment

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Bei seiner Suche nach einem neuen Job stößt der Journalist Michael Finkel auf den beschuldigten Mörder Christian Longo. Aus Faszination wird jedoch schnell ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel. Bei der Suche nach dem Hintergrund der Tat scheint der Journalist alle Vorsicht zu vergessen.



Was ist die Wahrheit? Die Suche nach den tatsächlichen Begebenheiten ist eine der Antriebskräfte für Journalist Michael Finkel. Die Hauptfigur in True Story ist einer der erfolgreichsten Journalisten überhaupt. Durch seine Arbeit hat er sich an die Spitze des New York Times Magazine geschrieben und war immer wieder für Titelgeschichten des Magazins verantwortlich. Doch dann bringt ihn ein Fehler zu Fall. Bei einer bereits veröffentlichten Titelgeschichte wird Finkel der Nutzung unwahrer Tatsachen beschuldigt. Seine Verteidigung stößt bei den Herausgebern auf taube Ohren und so muss der Journalist sein Büro räumen. Die anschließende Suche nach einem neuen Job stellt sich als beinah unmöglich heraus. Aufgrund des Hintergrundes seiner Entlassung sind viele Zeitungen und Magazine nicht an Finkel interessiert. Als er dann von einem Reporterkollegen kontaktiert wird, beginnt der Journalist schon vorsichtig Hoffnung zu schöpfen. Der Anrufer hat jedoch kein Jobangebot parat, sondern eine Geschichte, die Finkel sofort fasziniert.

Der faszinierende Mörder

Mit dem Anruf beginnt die wirkliche Handlung von True Story. Finkel erfährt von Christian Longo, einem gesuchten Mörder, der sich sogar auf der Liste der am meisten gesuchten Verbrecher des FBIs befindet. Longo soll sowohl seine Frau als auch seine drei Kinder ermordet haben und wurde letztendlich in Mexiko verhaftet. Für Finkel ist dabei vor allem interessant, dass Longo sich bei der Verhaftung als Michael Finkel ausgegeben haben soll. Der Journalist kann ein Treffen mit dem beschuldigten Mörder vereinbaren und ist sofort fasziniert von dem Mann. Longo bezeichnet sich selbst als großer Fan von Finkel und macht ihm ein Angebot, dass dieser kaum ablehnen kann. Er verspricht ihm die Fakten, Hintergründe und letztendlich sogar die Wahrheit zu seiner Tat, falls Finkel ihm im Gegenzug Lehrstunden im journalistischen Schreiben gibt. Als Journalist kann sich Michael Finkel diese Chance nicht entgehen lassen und willigt ein. Schon bald entsteht eine besondere Verbindung zwischen den beiden Männern, die jedoch gefährliche Folgen nach sich ziehen könnte.

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Basierend auf einer wahren Geschichte

Mit dem Film True Story nimmt sich Regisseur Rupert Goold einer wahren Geschichte an. Die Handlung basiert auf der Autobiografie von Michael Finkel und orientiert sich im groben Maße an dem tatsächlichen Treffen zwischen den Journalisten und den beschuldigten Mörder. Buch und Film teilen sich dabei nicht nur die Handlung, sondern auch den Titel. Auch die Biografie kam seinerzeit unter dem Namen True Story in die Buchläden.

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Thriller statt Komödie

Mit einem Cast bestehend aus Jonah Hill und James Franco könnte der Zuschauer zunächst denken, er bekommt mit True Story eine nette Komödie zu sehen. Beide Darsteller standen zuletzt für Das ist das Ende gemeinsam vor der Kamera, mit dem ihr neuster Film jedoch praktisch keine Gemeinsamkeiten teilt. Stattdessen handelt es sich bei True Story um eine Mischung aus Thriller und Drama, welches besonders von dem Zusammenspiel der beiden Darsteller lebt. In den knapp 100 Minuten möchte nicht nur der Journalist Michael Finkel die Wahrheit hinter der Tat von Christian Logo herausfinden. Auch als Zuschauer will man hinter die Fassade des vermeintlichen Mörders blicken. Im vom Blockbuster beherrschten Sommer stellt der Thriller dabei eine interessante Alternative da. Deutscher Kinostart ist am 6. August.

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