Springfield feier: Die Simpsons werden 25 Jahre alt Entertainment

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Ein Missverständnis, Überbisse und Klischees mit Humor – das sind die Zutaten für 25 Jahre Fernseherfolg. Zumindest, wenn es nach Matt Groening geht. Doch sind das wirklich die Schlüssel zum Erfolg und wie wird es mit der liebsten Fernsehfamilie der Welt nach ihren ersten 25 Jahren weitergehen?



Im Jahr 2014 feiern die Simpsons ihr 25.Jubiläum, ihre Geschichte beginnt aber nicht mit den halbstündigen Episoden im Fernsehen. Tatsächlich ist ihre Geburtsstunde so ungewöhnlich wie die Figuren selbst.
1985 erhielt Matt Groening – der kreative Kopf hinter den gelben Figuren – eine Einladung von James L. Brooks. Groening sollte etwas für die Tracey Ullman Show entwerfen. Allerdings war er sich nicht darüber im Klaren, dass er entsprechende Entwürfe bereits mit zu dem geschichtsträchtigen Meeting bringen sollte. Mit Zeitdruck im Nacken und Angst vor einer Blamage kritzelte Groening die ersten Entwürfe der Simpsons noch im Wartezimmer vor seinem Treffen mit Brooks. Unkreativ, wie er sich an diesem Tag fühlte, gab er den Figuren schlicht die Namen seiner eigenen Familie und ließ Homer in einem Kernkraftwerk arbeiten. Nur aus seinem eigenen Vornamen Matt wurde Brat (engl. Balg, Schlingel, Göre, Brut) – Entschuldigung – Bart.
Der in wenigen Minuten erschaffene Entwurf kam bei den Anwesenden an, die Simpsons waren geboren.

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Von Kritzeleien zur beliebtesten Familie

Aus den schnellen Zeichnungen des Wartezimmers wurden erst 1988 Fernsehstars. Bis zum ersten Auftritt der Figuren vergingen also einige Jahre. Dafür ging von hier ab alles ganz schnell. 1988 füllten sie lediglich kurze Spots in der Show von Tracey Ullman, 1989 hatten sie bereits ihre eigene Serie.
Und diese ist heute nicht mehr aus Fernsehen und Kultur wegzudenken.

Klischees und Satire – Was die Simpsons zum Kassenschlager macht

Ein übergewichtiger Familienvater mit Alkoholproblem und die penible Hausfrau mit strikten Moralvorstellungen, der Sohn mit krimineller Energie, die idealistische Tochter und ein ungeahnt intelligentes Baby – die Simpsons sind ein bunter, wenn auch oberflächlich gleichgetönter, Haufen. Sie mögen schrullig und voller Eigenheiten sein, ihren Rang als Durchschnitt nimmt ihnen so schnell keiner ab.
Dazu können sie und ihre Mit-Springfieldianer Klischees bedienen wie sonst keiner. Die Freiheit der Cartonfiguren erschöpft sich jedoch nicht bei – zumindest teilweise humoristisch gekleideten – Vorurteilen. Ob es um den homosexuellen Smithers geht oder die lesbische Selma, die ein chinesisches Baby adoptiert, die Simpsons dürfen Grenzen überschreiten und satirisch schalten und walten.

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Dass sie damit niemandem auf die Füße treten oder sich Zorn zuziehen ist zwar nicht der Fall, das beweisen die Kritiken und Beschwerden, die es vor allem innerhalb der ersten Dekade zuhauf regnete, dennoch kommen sie mit vielem durch und setzen so neue Grenzen.

Vollkommen frei und außerhalb von Regeln bewegen sie sich dennoch nicht – wie zahlreiche Fans der ersten Jahre beklagen. So haben sich Marge, Homer und ihr Nachwuchs in der letzten Zeit vermehrt angepasst und angeglichen. Der Biss fehlt, meinen viele.

Und so geht es mit den Simpsons weiter

Derzeit in der 26.Staffel und mit über 520 Episoden auf dem Buckel konnten sich die Simpsons Millionen von Fans schaffen und bewahren. Auch wenn die Übersetzung des Öfteren hinkt, der Humor bedient die witzige Seite von Kindern ebenso wie von hartgesottenen Kritikern. Nicht umsonst hat die Familie aus Springfield bereits – wenn auch nicht offiziell – einen Vertrag bis 2016 im Sack. Vielleicht wird bis dahin auch offenbart, wo das kuriose Springfield liegt. Denn darauf warten die Anhänger bereits seit 1989.

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