Beerpong: Sportlich Bier trinken Mentertainment

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Ein Tisch, vier Bälle und 20 Becher mit leckerem Bier: Beerpong erobert die Welt. Was als Trinkspiel begann, wird heute zunehmend zum Sport. Nur so manche deutsche Behörden wollen dies nicht so ganz verstehen.

Da soll noch einer behaupten, dass Alkohol und Profisport nicht miteinander vereinbar wären. Nachdem sich Beerpong über viele Jahre zu einem der beliebtesten Partyspiele entwickeln konnte, soll es nun eine echte Sportart werden. Nicht umsonst finden mittlerweile tatsächlich professionelle Turniere auf der ganzen Welt statt, in denen um echtes Preisgeld gespielt wird. Da dürfte so mancher Bier-Fan von dem Beginn einer professionellen Karriere träumen.

In den USA ein Hit

Jeder, der schon einmal eine amerikanische Komödie mit einer College-Partyszene gesehen hat, sollte mit dem Konzept von Beerpong vertraut sein. Gespielt wird auf einem Tisch, bei dem am Ende der beiden Längsseiten jeweils zwei Dreiecke aus zehn roten Bechern aufgebaut werden. Jeder Becher wird mit Bier gefüllt und dann kann es auch schon losgehen. Die Spieler treten typischerweise in Teams von zwei Personen an und versuchen einen Ball in einen der Becher auf der anderen Seite zu werfen. Wird ein Ball versenkt, dann muss ein Spieler der jeweiligen Seite, den Becher leeren. Das Team, das zuerst alle zehn Becher der Gegner eliminiert hat, gewinnt das Spiel.

Die Zeiten, in denen Beerpong nur ein spaßiges Partyspiel war, sind allerdings mittlerweile vorbei. Der Traum aller Biertrinker ist wahr geworden und es wird nun tatsächlich zunehmend auch als richtiger Profisport gespielt. Besonders in den USA gibt es beinah schon einen Hype. So finden in den Staaten an vielen Orten Turniere mit Preisgeldern statt, die teilweise fünfstellige Beträge erreichen. Wer schon immer einmal für das Trinken von Bier bezahlt werden wollte, dürfte in Beerpong nun wohl seine Erfüllung finden.

Der Weg zum besseren Beerpong-Spieler

Wie so oft im Leben gilt allerdings auch beim Beerpong, das noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Erst durch richtiges Training wird sich der Erfolg wirklich einstellen. Dies beginnt zunächst einmal mit dem eigenen Metabolismus. Nur wenn dieser etwas abhalten kann, bestehen Aussichten auf einen Sieg. Nicht umsonst berichten Profis mitunter von Spielen, die teilweise in mehrere Verlängerungen gegangen sind. Wer nach dem zweiten Liter schon aus den Schuhen kippt, hat als Profi keine Chance.

Zumde gilt es, auch die Wurffähigkeiten zu trainieren. Anfänger machen oft den Fehler, dass sie einfach wild in die Richtung der Becher werfen. Dies führt jedoch nur zu überschaubaren Erfolgen. Spieler sollten sich bei jedem Wurf einen konkreten Becher aussuchen und auf diesen zielen. Ähnlich wie im Darts sorgt das Trainieren einer bestimmten Bewegung dafür, dass die Treffergenauigkeit sich deutlich erhöht.

Die Behörden als Spielverderber

Während auf der ganzen Welt Spieler dafür trainieren, um echte Beerpong-Profis zu werden, ist noch nicht zu allen deutschen Behörden durchgedrungen, dass es sich hier in Wirklichkeit um eine sportliche Tätigkeit handelt. So wurde in Bayern im vergangenen Jahr einem Kneipenbesitzer die Veranstaltung eines Turniers untersagt.

So waren die bayrischen Behörden der Meinung, dass der Wettbewerbscharakter den Alkoholkonsum verharmlost und fördert. Wieso dies ausgerechnet in Bayern ein Problem sein soll, wurde allerdings nicht beantwortet. Zum Glück für alle Beerpong-Fans vertreten jedoch nicht alle Behörden in Deutschland diese Meinung und so finden auch hierzulande immer mehr Turniere statt. Der Traum vom Bier trinkenden Sportprofi lebt also weiterhin und scheint nun so nah wie nie zuvor.

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