Kevin Richardson – Der Mann der mit den Löwen ‚tanzt‘ Mentertainment

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Man kann ihn auch den „Löwenflüsterer“ nennen, denn er hat eine ganz besondere Art mit den Raubtieren umzugehen. Das besondere an Kevin Richardson ist der Umgang mit den Tieren, die nicht in Käfigen gehalten werden, sondern in großen Gehegen und später in seinem eigenen „Kingdom-of-the-White-Lion-Park“. Auch pflegt Richardson eine ungewöhnliche körperliche Nähe zu den Löwen.



Kevin Richardson wurde 1974 in Johannesburg, Südafrika geboren. Als jüngstes von vier Kindern verbrachte Kevin seine Kindheit und Jugend am liebsten in der Natur. Schon als kleines Kind zeigte er ein Herz für Tiere und pflegte kranke Tiere wieder gesund und züchtete in jungen Jahren Heuschrecken und andere kleine Insekten.

Im Alter von 16 Jahren begann er seine Karriere als Zoologe als er versuchte eine Ausbildung als Tierarzt zu machen. Für ihn besonders tragisch war der Fakt, dass er keinen Platz an der Veterinär-Schule bekam und so wechselte er den Fachbereich und fing an Zoologie zu studieren, das er jedoch nach zwei Jahren abbrach da der Vertiefung des Studiums sich auf die Meerestiere bezog und dies nicht „sein“ Themengebiet war. Er beschloss die Tierwelt als Hobby zu sehen und absolvierte erfolgreich sein Studium und machte Karriere als Physiotherapeut.

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Im Alter von 23 Jahren lernte Richardson den neuen Besitzer der „Lion Parks“ in Broederstrom kennen. Knappe 6 Monate später wurde Richardson für eine Halbtagsstelle eingestellt. Da er seine Freizeit jedoch auch mit den Wildtieren verbrachte lag es für den damaligen Besitzer auf der Hand, den jungen und motivierten Mann fest einzustellen und zum festen Bestandteil des Teams zu machen.

Ob man es Team oder Rudel nennen kann lieht wohl im Auge des Betrachters.
Auf der 800 Hektar großen Fläche des „Kingdom-of-the-White-Lion-Park“ leben neben den seltenen weißen Löwen auch Schabrackenhyänen, Tüpfelhyänen, schwarze Leoparden, Jaguare, verschiedenen Antilopen, Streifengnus, Giraffen, Impalas, Buntböcke und Nyalas.

Laut Richardsons Aussage ist er Teil der verschiedenen Rudel, er vertraut den Raubkatzen so sehr, dass er sich zwischen ihnen schlafen legt, mit ihnen schwimmt und sogar die Neugeborenen aus nächster Nähe betrachten kann / darf.

Doch trotz dem großen Vertrauen sind auch ihm schon einige Unfälle passiert bzw. er wurde von den Tieren angegriffen und verletzt. Ein vier Jahre altes Männchen biss ihn, ließ jedoch schnell wieder los und lief weg, ein 180 kg schwerer Löwe stürzte ihn einst zu Boden worauf das dazugehörige Weibchen auf Kevin sprang. Die vielen Kratzer die er sich in all den Jahren zugezogen hat kann er selber schon nicht mehr zählen.

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Warum genau er noch immer mit den Tieren zusammen arbeitet und lebt ist in seinen Augen einfach zu erklären. „Sie gehen mit mir genau so um wie mit den anderen Mitgliedern des Rudels und da beißt und kratzt man sich halt auch mal“

Er sagte auch: „Natürlich realisiert man die Gefahren, wenn man mit Tieren dieses Kalibers arbeitet; ich habe die Vorteile und Nachteile abgewogen, und die Vorteile überwiegen die Nachteile bei weitem.“ Seit der Zeit in der sich die Unfälle häuften würde er sich mehr auf seine Instinkte verlassen um sich selbst zu schützen.

Um die Einnahmen des Parks zu gewährleisten arbeitet Kevin Richardson neben seiner Arbeit als Zoologe und Leiter des Parks auch als Löwenflüsterer, Autor und Produzent für verschiedene Filme. Der Park muss in seinen Augen bestehen bleiben, alleine aus dem Grund, dass die Regierung in Südafrika die Jagd auf Wildtiere unterstützt um so die Staatskassen zu füllen. In den letzten Jahren hat dies dazu geführt, dass die Löwenpopulation von 350.000 auf 25.000 Löwen geschrumpft ist. Kevin Richardson möchte auf die Schönheit der Tiere und deren Lebensraum aufmerksam machen und hofft darauf die Menschen dazu zu bringen, noch einmal über die Teilnahme von Jagdveranstaltungen nach zudenken. Wer kann sich schon ein Afrika ohne Löwen vorstellen?

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