Porsche Taycan – Der Model S Killer aus dem Schwabenland? Auto

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Auf der IAA 2019 hat Porsche seinen neuen Elektrosportwagen Taycan präsentiert. Dieser soll den Markt gehörig aufwirbeln und Platzhirsch Tesla Konkurrenz machen. Der Beginn der Auslieferung ist noch für dieses Jahr geplant.

Bereits 2015 hat Porsche mit der Fahrzeugstudie Mission E erstmals einen Ausblick darauf geboten, wie der deutsche Autohersteller in Zukunft das Thema elektrische Autos angehen möchte. Rund vier Jahre später kommt die Weiterentwicklung des damaligen Konzepts in Form des Porsche Taycan nun in den Handel. Der Sportwagen soll der Auftakt zu einer elektrischen Offensive der Autobauer sein. So will Porsche bis 2022 sechs Milliarden Euro in Elektromobilität investieren. Der Porsche Taycan ist dabei eines der neuen Aushängeschilder des Unternehmens. Vor allem die Konkurrenz von Tesla sollte sich warm anziehen.

Elektrisch und doch sportlich

Das neue elektrische Flaggschiff von Porsche erscheint zunächst in zwei Versionen auf dem Markt. Der Porsche Taycan Turbo kommt auf eine Leistung von 500 Kilowatt. Der Porsche Taycan Turbo S bringt noch etwas mehr Power mit und erreicht eine Leistung von 560 Kilowatt. Dies entspricht in Maximum eine Leistung von rund 680 beziehungsweise 761 PS.

Die Unterschiede in der Leistung schlagen sich auch in den Beschleunigungswerten beider Fahrzeuge wieder. Während der Taycan Turbo von 0 auf 100 Stundenkilometer 3,2 Sekunden benötigt, ist der Turbo S mit 2,8 Sekunden noch etwas schneller. Beide Sportwagen werden dabei von zwei Elektromotoren angetrieben. Pro Achse hat Porsche jeweils einen Motor spendiert, der für die entsprechende Leistung auf der Straße sorgen soll.

Auch im Inneren kann der Taycan einiges vorweisen, denn der Innenraum ist vor allem eines: Modern. Konventionelle Knöpfe gibt es hier lediglich noch am Lenkrad und das auch nur noch für die Warnblinkanlage und die Fensterheber. Der Rest ist über das Display in der Mittelkonsole gesteuert. Die Touchflächen geben zudem ein haptisches Feedback. Das 10,9 Zoll große Display fürs Infotainment bleibt im Taycan nicht alleine. Optional erhält auch der Beifahrer einen Bildschirm, über den er die Hauptfunktionen des Systems bequem bedienen kann. Selbst die Klimaanlage wird virtuell gesteuert. Aber keine Sorge, der Porsche hat immer noch vier Reifen, Servomotor und ein Lenkrad.

Neue Technik für schnelleres Laden

Eine wichtige Frage bei Elektrofahrzeugen ist natürlich immer die nach der Akkuleistung. Auch hier will Porsche mit dem Taycan neue Maßstäbe setzen. Die Akkukapazität in beiden Taycan-Versionen ist mit 93,4 Kilowattstunden identisch. Der Porsche Taycan Turbo erreicht Herstellerangaben zufolge eine Reichweite von 450 Kilometern. Beim Taycan Turbo S sind es mit 412 Kilometern ein paar weniger. Entsprechend ist auch der Verbrauch bei dem Turbo S leicht höher.

In Hinblick auf das Thema Akku will Porsche besonders bei dem Ladevorgang punkten. Der Taycan ist das erste Serienfahrzeug, das mit bis zu 800 Volt lädt. In den meisten Konkurrenzfahrzeugen wird meist nur mit der Hälfte dieser Spannung geladen. Die Folge ist, dass ein Gleichstrom-Schnelllader in der Lage sein soll, die Akkus der Porsche innerhalb von fünf Minuten für eine Reichweite von 100 Kilometer zu laden. Ganze 22,5 Minuten soll es dauern, um den Akku von 5 auf 80 Prozent zu bringen. Das entsprechende Netz an Ladestationen will das Unternehmen ab 2021 aufbauen.

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Die Konkurrenz im Blick

Der Porsche Taycan ist eine klare Ansage an die Konkurrenz. Die Zeiten, in denen allein Tesla den Markt für Elektroautos bestimmt hat, sind vorbei. Porsche wagt den Sprung in die Elektrizität und will den amerikanischen Konkurrenzen ordentlich Dampf machen. Erste Erfolge sind bereits sichtbar. So sind schon über 30.000 Vorbestellungen eingegangen. Preislich liegt der Taycan Turbo bei rund 152.000 Euro, der Turbo S kostet 185.000 Euro. Mit der Auslieferung soll noch in diesem Jahr begonnen werden, wobei zunächst die US-Kunden beliefert werden.

Bilder: Porsche AG

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