Der große Steak Guide Spezial

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Sie sind ein Mysterium für sich und werden doch gleichzeitig überall tagtäglich zubereitet. Ob auf dem Grill oder in der Pfanne: Das Steak ist aus dem Alltag vieler Menschen heute nicht mehr wegzudenken.



Bei den Urmenschen waren es die Mammuts, die Gallier bevorzugten Wildschweine, wenn man der Comic-Historie glauben schenken darf, und mittlerweile ist es Schwein und vor allem das Rind. Steaks haben schon immer eine Rolle in der männlichen Geschichte gespielt und daran hat sich bis heute nichts geändert. Während Schweinesteaks jedoch vergleichsweise simple daher kommen, ist es besonders das Rindersteak, um das sich beinah schon ein echter Kult entwickelt hat. Von der richtigen Fleischsorte bis hin zur perfekten Zubereitung scheiden sich die Geister an vielen der größten Steakfragen. Grund genug einmal über die wichtigsten Punkte zu diskutieren.

Someway say Steak?

Von Filet bis zum Bauchlappen

Wer sich mit Steaks vom Rind nur bedingt auskennt, für den dürften die verschiedenen Arten der Rindersteaks sicherlich eine Überraschung darstellen. Steak ist nicht gleich Steak, was einem auch viele Experten bestätigen werden. Das teuerste Stück des Rindes ist in der Regel das Filet. Den hohen Preis rechtfertigt das Filet mit einer besonderen Zartheit. Vielen Steakfans ist es jedoch auch deutlich zu milde, weshalb sie andere Stücke des Rinds bevorzugen. Dazu gehört beispielsweise das Beiried, das gleich für mehrere bekannte Steakvarianten genutzt wird. Aus dem Beiried werden unter anderem das Rumpsteak, das Entrecôte double oder das Ribeye Steak geschnitten. Es gilt als besonders saftig und wird daher auch sehr gern gegrillt.

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Apropos Grillen ein sehr beliebtes Fleischstück für den Grill ist in den USA der Bauchlappen. Dieser wird in den Staaten typischerweise direkt am Stück gegrillt und erst im Anschluss in kleine Scheiben geschnitten. Dem Bauch gegenüber liegt der Rinderrücken, der in Hinsicht auf die Steakzubereitung oft als der Englische bezeichnet wird. Auch aus diesem wird eine Vielzahl an beliebten Steakvarianten geschnitten. Vor allem Steaks mit Knochen haben ihren Ursprung nicht selten im Rücken des Rindes.

Gute Qualität erkennen

Damit das Steak am Ende in der Pfanne auch wirklich gut gelingt, kommt es zunächst einmal jedoch darauf an, dass auch wirklich gute Qualität gekauft wird. Am einfachsten gelingt dies, wenn der Einkauf beim Metzger des Vertrauens geschieht. Supermärkte sind zwar bequem und oftmals auch günstig, gerade bei Fleisch ist der Weg über den billigsten Preis jedoch nicht der beste. Wer noch keinen eigenen Metzger besitzt oder trotzdem lieber im Supermarkt einkaufen geht, der sollte zumindest mit ein paar grundlegenden Dingen bei der Fleischbewertung vertraut sein. Zunächst einmal wäre da der Geruch. Fleisch riecht typischerweise neutral bis leicht säuerlich. Ein strenger, süßlicher oder beißender Geruch ist dagegen immer ein Alarmsignal und sollte zur schnellen Entsorgung führen.

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Ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist die Konsistenz. Zum ein sollte die Oberfläche möglichst glatt sein und keinen schmierigen Schleim beinhalten. Ein Schmierfilm ist typischerweise ein Anzeichen dafür, dass bereits schon Keime auf der Oberfläche sind und die Proteine zersetzen. Dabei können mitunter sogar giftige Stoffe entstehen. Darüber hinaus sollte das Fleisch möglichst fest sein. Dies lässt sich vergleichsweise einfach mit einem Fingerdruck überprüfen. Merkt man, dass es sich bei dem Stück eher um einen schwammigen Brocken handelt, sollte man vom Kauf Abstand nehmen Weiterhin ist Feuchtigkeit innerhalb der Verpackung ein wichtiger Faktor. Wer Tropfen an der Innenseite der Verpackungsfolie entdeckt, der sollte auf den Kauf eher verzichten. Dies ist in vielen Fällen ein Anzeichen für unzureichende Kühlung.

Die richtige Zubereitung

So viel man über die Beschaffenheit und Herkunft eines Steaks reden kann, letztendlich zählt vor allem die Zubereitung. Wer sein Steak falsch brät, der kann das beste Stück Fleisch kaufen und wird doch am Ende enttäuscht sein. Bei der Zubereitung kommt es zunächst einmal auf die richtigen Temperaturen an. Dies beginnt mit dem Steak selbst, das vor dem Braten schon auf Zimmertemperatur gebracht werden sollte. Anschließend empfiehlt sich die Nutzung von Öl, da dies eine höhere Temperatur abhalten kann. Steaks werden sehr heiß gebraten, weshalb sich Butter nur bedingt eignet. Darüber hinaus sollte das Fleisch erst in der Pfanne landen, wenn diese entsprechend erhitzt wurde. Als kleiner Tipp zum herausfinden der richtigen Hitze kann man einfach einen Tropfen Wasser in die Pfanne geben. Brutzelt dieser sofort, kann es mit dem Braten auch schon losgehen. Wer es ganz außergewöhnlich haben will, der kann sein Fleishc natürlich auch direkt über heißer Lava grillen.

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Unabhängig davon, welche Garstufe das Steak am Ende haben soll, wird es generell nur Kurz in der Pfanne gebraten. Ein typisches Steak ist ca drei Zentimeter dick und benötigt rund 2-3 Minuten pro Seite für rare, 3-4 Minuten pro Seite für medium und ca. 5 Minuten pro Seite für well done. Alles über die 5 Minuten hinaus sorgt dafür, dass man einen kaufesten Lappen bekommt.

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Wein oder Bier

Ist das Steak dann endlich auf dem Teller, kann es mit dem leckeren Mahl fast schon losgehen. Zuerst muss man sich jedoch noch für ein passendes Getränk entscheiden. Der erste Impuls vieler Männer ist hier meist der Griff zum Bier. Ein Pils geht eigentlich immer und ist gerade bei Grillveranstaltungen fast schon Pflichtprogramm. Alternativ kann aber auch ein guter Wein den Fleischgenuss noch einmal deutlich verbessern. Bei Rindersteaks empfehlen Experten besonders einen kräftigen Rotwein. Dieser bildet mit dem Steak eine ideale Kombination und unterstreicht noch einmal den tollen Fleischgeschmack. Um einen guten Wein zu kaufen, muss man heute auch nicht mal mehr vor die Haustüre gehen, dank spezieller Onlineshops für Weine im Internet ist das ganze schon bequem im voraus zu erledigen. So steht dann einem ruhigen Grillabend auch nichts mehr im Wege.

Bilder: Anotherpintplease/Flickr

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