Cosmin Moti – Der Feldspieler der zum Torwart-Helden wurde Sport

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Ludogorets Razgrad gegen Steaua Bukarest, für die meisten ist das ein uninteressantes Spiel, doch das Champions League Qualifikationsspiel entwickelte sich zu einem der verrücktesten Spiele des Jahres. Hauptakteur war der Feldspieler Cosmin Moti der am Ende zum Torwart-Helden, indem er einen Elfmeter verwandelte und dann zwei Elfmeter hielt. Ludogorets Razgrad spielt so erstmals in der Königsklasse.



Es war eines dieser Spiele, mit denen ein neutraler Fußball-Fan wohl kaum etwas anfangen kann. Ludogorets Razgrad gegen Steaua Bukarest – das klang nicht gerade nach einem Leckerbissen. Am Ende aber wurde das Rückspiel in der Qualifikation zur Champions League einer, wenn auch die Fans sehr lange darauf warten mussten. Bis zur 89. Minute nämlich, da erzielte Wanderson für die gastgebenden Bulgaren das 1:0. Nach dem 0:1 im Hinspiel bedeutete das die Verlängerung.

Und in dieser wurde es richtig verrückt: Razgrad-Torwart Stoyanov sah wegen einer Notbremse in der 119. Minute die Rote Karte. Da die Bulgaren aus der 38.000-Einwohner-Stadt schon dreimal gewechselt hatten, musste ein Feldspieler ins Tor – Cosmin Moti übernahm den Job. Der 29-Jährige rettete seine Mannschaft ins Elfmeterschießen.

Da trat er noch als erster Schütze für Razgrad an – und verwandelte. Anschließend ging er ins Tor und avancierte zum Helden. Moti versuchte die Schützen aus Bukarest zu verunsichern. Er hampelte auf der Linie herum wie einst Jens Lehmann im legendären WM-Viertelfinale 2006 gegen Argentinien oder der frühere Liverpooler Keeper Jerzey Dudek 2005 im Champions-League-Finale gegen den AC Mailand.

8,6 Millionen Euro Antrittsgeld für den Champions League Neuling

Den ersten Elfmeter von Steaua konnte Moti aber nicht parieren. Den zweiten aber hielt er. Paul Pirvulescu hatte geschossen – und Moti die Ecke geahnt. Es sollte nicht die einzige Parade im Elfmeterschießen bleiben. Auch den Schuss von Cornel Rapa wehrte Moti ab. Der gebürtige Rumäne wurde binnen weniger Minuten zum großen Helden in Bulgarien.

Im Trikot des Ersatztorwarts war Moti zum Elfmeterschießen angetreten. Sein Klub aus dem Nordosten Bulgariens steht nun erstmals in der Königsklasse und darf sich über mindestens 8,6 Millionen Euro Antrittsgeld freuen.

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