Einfach verrückt! Ein Fiat 500 mit Ferrari Motor Auto

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Bei einer Umfrage nach den besten und schnellsten Autos der Welt dürften Modelle der Marke Fiat wahrscheinlich nur ganz selten auf einem der Spitzenplätze landen. Dies möchte ein Designer in Italien nun ändern.



Es gibt Dinge, die machen auf den ersten Blick nur wenig Sinn und trotzdem setzen Menschen alles daran, sie umzusetzen. Der Antrieb, Dinge auszuprobieren, gilt als einer der Gründe, warum die Menschheit in der Urzeit die Höhle verlassen hat, jedoch bedarf es schon einiges an Vorstellungskraft, wenn man vom Plan des Italieners Pierpaolo Lazzarini hört. Der Designer hat einen ganz besonderen Traum und war nun auch in der Lage ihn umzusetzen. Im Mittelpunkt der Idee von Lazzarini steht der Fiat 500. Diesen wollte der Italiener auf eine besondere Weise aufmotzen. Um den Image des langsamen Fiat ein für alle Mal ein Ende zu bereiten, sollte das Modell einen Ferrari V8-Motor erhalten.

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Blau wie die italienische Nationalmannschaft

Knapp 3 Jahre ist es her, dass das Team um den italienischen Designer erstmals mit der Idee von sich reden machte. Seit den Planungen hat sich einiges getan. Mittlerweile war das Team in der Lage, die ursprüngliche Idee auch in die Tat umzusetzen.

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Der Name des neuen Fiat 500 ist zudem ebenfalls schon festgelegt. Fiat 550 Italia wird das gute Stück genannt, wobei das Fahrzeug ursprünglich im schönsten Blau zu Ehren der italienischen Nationalmannschaft erstrahlen sollte. Später hat sich das Team die Farbwahl aber anscheinend noch einmal überlegt. Womöglich haben die Leistungen Italiens bei der WM 2014 für die Farbänderung gesorgt.
Die Frage, ob der umgebaute Fiat 500 überhaupt jemals auf der Straße zu sehen sein wird, sorgte bei der ersten Ankündigung für einige Zweifel. Die Karosserie dürfte eigentlich kaum in der Lage sein, der Power eines 4,5 Liter großen und 570 PS starken Supersportwagen-Motors zu widerstehen. Für das Team um Lazzarini schien dieses Problem jedoch mehr als lösbar. Anhand der vorgenommenen Berechnungen müssen jedoch erst einmal ein paar Veränderungen am Fiat 500 vorgenommen werden.

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Wer braucht schon Sitze

Bevor es überhaupt möglich wird, den Ferrari V8-Motor in den kleinen Fiat zu verpflanzen, galt es, das Auto zuerst einmal zu verbreitern. Durch ein Bodykit sollte der Fiat 500 vorn um 20 und hinten um 30 Zentimeter pro Seite breiter werden. Insgesamt sollte die Breite des Autos auf knapp 2 Meter anwachsen. Dazu mussten die Designer sich auch um den Radstand kümmern. Hier war ein Wachstum von mindestens 30 Zentimeter notwendig.

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Der Kofferraum und die Sitze auf der Rückbank mussten ebenfalls weichen. Auch wenn es sich bei dem Fiat 500 eigentlich um einen frontgetriebenen Wagen handelt, ist der Ferrari-Motor einfach zu groß für den Motorraum. Stattdessen wurde er im Heck des Autos eingebaut, wodurch auch der Tank nach vorn wanderte. Dazu griffen die Designer auch bei Schaltbox, Getriebe und Differential auf Bauteiles des Ferraris zurück. Wie der Motor stammen diese aus dem 458 Italia.

Problematisch war für den neuen Fiat 550 Italia zudem die Luftversorgung sein. Der Motor benötigt so viel Frischluft, dass im Dach eine Anzahl an zusätzlichen Lufteinlässen verbaut werden mussten. Und auch am Kotflügel finden sich eigene Einlässe, die Bremsen, Getriebe und Differential Kühlung verschaffen sollen.

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Höchstbieter gesucht

Auch wenn Pierpaolo Lazzarini zu den tatsächlichen Werten des umgebauten Fiat 500 keine Angaben macht, dann dürfte das Modell sogar sein Ferrari-Vorbild in den Beschleunigungswerten übertreffen können. Durch die Carbon-Karosserie wird der Fiat 550 Italia sogar noch leichter als die normalen Serienmodelle von Fiat und wiegt nur einen Bruchteil eines Ferraris. Selbst die etwas geringere Motorleistung von 550 anstatt 570 PS dürfte daran nur wenig ändern. Die 3,4 Sekunden, mit denen der Ferrari 458 Italia von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde stürmt, sollte der umgebaute Fiat noch einmal deutlich unterbieten können.
Geplant ist aktuell übrigens, dass der Fiat 550 Italia ein Einzelstück bleiben wird. Der fertig gebaute Wagen soll an den Höchstbietenden verkauft werden. Als Startgebot hat Designer Lazzarini rund 520.000 Dollar ausgerufen. Diese Summe dürfte in großen Teilen jedoch nur die Entwicklungs- und Herstellungskosten ausdrücken. Höhere Gebote sind daher mit Sicherheit gern gesehen. Wer also schon immer das Geld, für das er auch einen Ferrari kaufen könnte, für einen Fiat ausgeben möchte, der ist beim Fiat 550 Italia genau an der richtigen Adresse.

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