Im Kino: Chasing Niagara Entertainment

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Der Sturz die Niagarafälle hinab fasziniert seit vielen Jahrzehnten Extremsportler und Adrenalinjunkies. Auch der Kajak-Fahrer Rafa Ortiz ist seit vielen Jahren der Faszination erlegen. Seinen Weg zu den berühmten Wasserfällen können die Zuschauer nun in der Doku Chasing Niagara verfolgen.

Rafa Ortiz ist 28 Jahre alt und stammt aus Mexiko. In Mexiko City wuchs er nahe am Wasser auf und baute so schon früh eine Bindung auf. Zum Kajak-Sport kam er schließlich im Alter von 14 Jahren eher zufällig. So durfte er sich zu seinem Geburtstag in einem Sportladen ein Geschenk aussuchen. Zufälligerweise waren ausgerechnet an diesem Tag zwei Kajaks reduziert. Da Ortiz gemeinsam mit seiner Schwester Geburtstag hatte, war die Entscheidung schnell gefallen. Für ihn selbst sollte sie sich als Glücksfall erweisen. Im Jahr 2005 nimmt er als erster Mexikaner überhaupt an den World Freestyle Kayak Championships teil. Mittlerweile gilt er als einer der besten Kajak-Fahrer auf der ganzen Welt.

Zu den Niagarafällen

Ähnlich wie die Leidenschaft zum Kajak übten auch die Niagara-Fälle schon früh eine Faszination auf den jungen Mexikaner aus. 2001 konnte er die Familie davon überzeugen, Kanada und die Wasserfälle zu besuchen. Fortan lebte ihn ihm der Traum, einmal mit dem Kajak die Niagarafälle hinab zu fahren. Viele Jahre später beginnt er schließlich, seinen Traum konkret zu verfolgen. Die Doku Chasing Niagara folgt dem Mexikaner zunächst bei seinem Training für den Sturz. Dieses beinhaltet beispielsweise auch Trainingsstürze von anderen Wasserfällen wie dem 57 Meter hohen Palouse Falls. Hier merkt Ortiz allerdings, wie gefährlich sein Unterfangen ist, wird er doch bei dem Sturz aus dem Kaja gerissen und ertrinkt beinah. Aufhalten lässt er sich von dem Rückschlag aber nicht und so machen er und das Team sich schließlich nach Kanada auf. Hier angekommen muss Ortiz aber nicht nur seine Angst besiegen, sondern auch den kanadischen Behörden ausweichen. Sein Vorhaben ist illegal und die Polizei setzt alles daran, ihn zu stoppen.

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Red Bull dokumentiert den Aufwand

Der Getränkehersteller Red Bull hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur im Fußball und der Formel 1 einen Namen gemacht, das Unternehmen ist auch in der Extremsportszene sehr aktiv. Dokumentationen wie Chasing Niagara gehören mittlerweile zu den interessantesten Dingen im Portfolio des Unternehmens und gewinnen regelmäßig Preise. Auch das spektakuläre Unterfangen von Rafa Ortiz ließ sich der Getränkehersteller nicht entgehen und so entstand unter der Regie von Rush Sturges eine beeindruckende Dokumentation. Der Regisseur war Chasing Niagara wohl gemerkt nicht nur als Beobachter aktiv. Er stieg selbst ins Kajak, auch wenn dies nicht immer ohne blaue Flecken ablief. Zwei Gehirnerschütterungen, eine Reihe von Narben und eine mehrfach gebrochene Nase waren am Ende das Ergebnis der Dreharbeiten.

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Faszination Niagara-Sturz

Das Thema von Chasing Niagara ist trotz seiner Spannung allerdings nicht neu. Seit vielen Jahrzehnten stürzen sich immer wieder wagemutige Menschen die berühmten Wasserfälle hinab. Besonders beliebt ist dabei das Fass. Ein solches nutzte auch Annie Edson Taylor, deren Sturz 1901 der erste freiwillige Fall in der Geschichte der Wasserfälle war. Die Dame überlebte ihr Abenteuer weitestgehend unverletzt, ihre Hoffnung, nach dem Stunt berühmt und reich zu werden, erfüllten sich aber nicht. Trotzdem fand der Sturz über die Jahre jede Menge Nachahmer. In einem Kajak konnte die Sache bisher aber noch niemand überleben. Wie es Rafa Ortiz ergangen ist, können die Zuschauer aktuell im Kino erleben. Chasing Niagara läuft seit dem 25. August.

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