Serientipp: Hannibal Entertainment

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Hannibal Lecter ist ohne Zweifel einer der bekanntesten fiktiven Mörder aller Zeiten. Spätestens nach dem Kinofilm Das Schweigen der Lämmer ist der charismatische Kannibale weltweit bekannt. Wer mehr über die Vorgeschichte Hannibals wissen möchte, sollte der gleichnamigen Serie eine Chance gegeben.

Wenn von Dr. Hannibal Lecter die Rede ist, dann müssen die meisten Menschen natürlich sofort an die Darstellung von Anthony Hopkins denke. Nicht ohne Grund erschuf dieser mit seiner Arbeit einen Meilenstein in der Filmgeschichte. Insgesamt drei Mal spielte Hopkins den Schurken im Kino und sorgte damit unter anderem dafür, dass Lecter 2004 vom American Film Institute zum „bösesten Schurken der Filmgeschichte“ gewählt.

Im Jahr 2011 beschloss dann schließlich der amerikanische Sender NBC, dass es an der Zeit für eine Neuinterpretation war. Dieses Mal sollte die Geschichte aber nicht im Kino, sondern im Fernsehen im Form einer Serie erzählt werden. Mit Bryan Fuller holten sich die Senderverantwortlichen einen visionären und erfahrenen Serienproduzenten an Bord, den man unter anderem aus Formaten wie Heroes oder Pushing Daisies kennt. Unter seiner Führung entstand eine der besten Serien der letzten Jahre, die leider nie so wirklich die Beachtung fand, die sie eigentlich verdient hatte.

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Die Geschichte von Hannibal

Hannibal Lecter wurde ursprünglich durch den amerikanischen Schriftsteller Thomas Harris geschaffen. Seinen ersten Auftritt hatte Lecter 1981 im Roman Roter Drache. Ein paar Jahre später folgt 1986 eine erste Verfilmung, in der Brian Cox noch die Rolle des Serienkillers spielt. Mit der Romanfortsetzung Das Schweigen der Lämmer und der dazugehörigen Verfilmung gelangte die Figur schließlich zu Weltruhm. Der Film gewann fünf Oscars, unter anderem als bester Film und für den besten Hauptdarsteller, und macht aus Hannibal Lecter eine weltberühmte Figur.

In den folgenden Jahren erzählt Thomas Harris mit Hannibal und Hannibal Rising sowohl die weiteren Geschehnisse rund um Lecter als auch dessen Vorgeschichte. Die Serie von Bryan Fuller greift sich dagegen eine Zeit der Figur heraus, die bisher noch nicht so genau beleuchtet wurde. So siedelte man die Geschichte zwischen Hannibal Rising und Roter Drache an und schaffte es dadurch, den Zuschauern etwas Neues zu bieten.

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Als Serie neu aufgelegt

Zum Beginn der Serienhandlung ist Dr. Lecter ein angesehener Psychologe. Hinter seiner Fassade versteckt sich allerdings ein Killer. Schon seit seiner Kindheit tötet Lecter Menschen und verspeist deren Organe. Die Polizei in Amerika hat ihm aufgrund seiner Taten den Namen Chesapeake Ripper gegeben, ohne jedoch zu wissen, wer sich hinter dieser Identität versteckt.

Ironischerweise wendet sich das FBI letztendlich sogar an Lecter und bittet ihn um Hilfe. Als Psychologe soll er den Profiler Will Graham unterstützen. Graham besitzt die Fähigkeit, sich nach Morden in den Kopf der Killer zu versetzen und die Tat aus deren Augen zu erleben. Da er allerdings zunehmend Probleme hat, von seinen geistigen Ausflügen zurückzukehren, stellt man ihm einen Psychologen an die Seite. Für Graham erweist sich dies jedoch als verhängnisvolle Idee. Lecter ist von der Fähigkeit seines Partners sofort fasziniert und setzt nun alles daran, ihn selbst in einen Killer zu verwandeln.

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Ein besonderer Cast

Auch wenn Hannibal Lecter in gewisser Weise immer mit Anthony Hopkins verbunden sein wird, setzt Mads Mikkelsen in der Serie alles daran, dies zu ändern. Der Darsteller ist dabei wohlgemerkt nur einer von gleich mehreren hochkarätigen Schauspielern, die Hannibal zu etwas Besonderem machen. Neben ihm sind zum Beispiel auch die Veteranen Gillian Anderson und Laurence Fishburne zu sehen. Erstere ist natürlich aufgrund ihrer Arbeit in Akte X bekannt, Fishburne hat bis heute viele Fans aufgrund seiner Rolle als Morpheus in der Matrix-Trilogie. Weitere Rollen spielen Hugh Dancy, Caroline Dhavernas, Hettienne Park, Scott Thompson und Aaron Abrams. Für deutsche Serienfans, gibt es die erstklassike Serie exklusiv im VOD-Angebot auf Maxdome.

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Starke Kritiken, schwache Quoten

Mit dem Start im April 2013 entwickelte sich Hannibal schnell zu einem Kritikerliebling. Neben dem hohen Spannungsfaktor sorgte zudem der hohe Gewaltgrad für Aufsehen. Die Serie ist in diesem Bereich kein Kind von Traurigkeit und hält sich beispielsweise auch nicht mit der Darstellung von Kannibalismus zurück.

Hannibal - Season 1

Leider stieß die spannende Geschichte beim amerikanischen Publikum nicht auf die gewünschte Gegenliebe. Nach drei Staffeln setzte der amerikanische Sender NBC die Serie ab. Insgesamt entstanden 39 Episoden, die nicht nur für Fans von Hannibal Lecter ein Pflichtprogramm sein sollten. Wer nun etwas Lust auf die Serie bekommen hat, ihr könnt sie euch hier anschauen.

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