Star Wars: Battlefront 2 Games

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Das Jahresende bringt jede Menge Nachschub für Star-Wars-Fans. So startet nicht nur mit Die letzten Jedi die achte Episode der beliebten Saga im Dezember in den Kinos, auch Gamer können sich in Star Wars: Battlefront 2 in neue Schlachten stürzen. Im Vergleich zum Vorgänger bietet das Spiel dabei erstmals eine Solo-Kampagne.

Das Jahr 2015 brachte Fans nicht nur die Rückkehr von Star Wars im Kino, sondern auch die Auferstehung von Battlefront. Entwickelt von den Battlefield-Machern DICE erwies sich der Multiplayer-Shooter als großer Erfolg, auch wenn es für Singleplayer-Fans relativ wenig Kaufanreize gab. Genau zwei Jahre später soll Star Wars: Battlefront 2 diesen Fehler korrigieren. Der Spieler folgt im Singleplayer mit Iden Versio einer vollkommen neuen Figur, trifft jedoch auch auf bekannte Charaktere.

Auf Solo-Mission unterwegs

Die Handlung von Star Wars: Battlefront 2 setzt während der finalen Geschehnisse in Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter ein. Nach dem Tod des Imperators sind seine treuen Gefolgsleute zunächst geschockt. Auch Iden Versio, die Anführerin der Elite-Einheit Inferno Squad zählt dazu. Doch der Tod des Imperators bedeutet nicht automatisch das Ende des Imperiums. Unter dem Befehl ihres Vaters, einem hochrangigen Admiral, bereiten die Sturmtruppen den Gegenschlag vor.

Endlich wieder einmal ein Solo-Abenteuer im Star-Wars-Universum zu erleben, ist auf der einen Seite eine Sache, über die man sich nicht genug freuen kann. Leider ist die Umsetzung in Star Wars: Battlefront 2 nur bedingt gut geraten. Auch wenn die Inszenierung stimmt und das Spiel richtig gut aussieht, kann die Handlung selbst selten wirklich begeistern. In fünf bis sechs Stunden hat man das Abenteuer von Iden abgeschlossen und dabei eine Reihe von Wendungen und Handlungssträngen erlebt, die häufig unlogisch und wenig spannend ausfallen. Auch die Missionen mit den bekannten Star-Wars-Helden wirken oft deplatziert. Hier bekommt man das Gefühl, sie wären nur in der Geschichte, weil der Spieler sie unbedingt spielen sollte.

Schlachten im Multiplayer

So wenig der Singleplayer überzeugen kann, so sehr ist er doch auch nur nettes Beiwerk. In Star Wars: Battlefront 2 bleibt der Multiplayer letztendlich das Herzstück des Spiels. Mit fünf Spielmodi bietet dieser zwar vier Varianten weniger als der Vorgänger, dafür haben sich die Entwickler aber die beliebten Modi konzentriert. Galaktischer Angriff (Walker Angriff in Teil 1), Gefecht (Team Deathmatch) und Helden gegen Schurken feiern ihr Comeback, dazu gibt es mit Sternenjäger-Angriff einen spaßigen Raumschlacht-Modus und mit Angriff einen Modus, bei dem die Teams bestimmte Ziele erfüllen müssen.

Die insgesamt elf Karten fallen zudem vielschichtiger als im ersten Teil aus. Da sich Star Wars: Battlefront 2 nun über die gesamte Filmära erstreckt, gibt es deutlich mehr Varianz. Unter anderem können die Spieler jetzt auch auf Naboo, Kashyyyk und auf der Starkiller Base in Aktion treten. Ebenfalls neu sind Soldatenklassen Angreifer, Spezialist, Offizier und Schwerer Truppler, mit denen man seinen Spielstil etwas individualsieren kann. In jeder Klasse kann man durch Matches Erfahrung sammeln und so bessere Waffen und Fähigkeiten freischalten.

StärkenSchwächen
Tolle Inszenierung mit echtem Star-Wars-Feeling Pay2Win durch Mikrotransaktionen (inzwischen entfernt)
Starke Grafik Sehr kurzer Singleplayer Modus
Exzellente Soundkulisse und Musik Handlung kann nicht wirklich überzeugen
Spaßige Raumschlachten

Die Hardware

Star Wars: Battlefront 2 ist für PlayStation 4, Xbox One und den PC erhältlich. Folgende Anforderungen sollte der Rechner erfüllen:

Prozessor: AMD FX 6350 oder Intel Core i5 6600K
Grafikkarte: AMD Radeon HD 7850 2 GB oder Nvidia Geforce GTX 660 2GB
Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
Speicherplatz: 60 GB verfügbarer Speicherplatz

Die Katze im Sack

Wenn man Star Wars: Battlefront 2 genau unter die Lupe nehmen möchte, kommt man um das Thema Mikrotransaktionen nicht herum. Als im Vorfeld des Spiels bekannt wurde, dass sich Helden wie Darth Vader oder Luke Skywalker nur sofort spielen lassen, wenn man sie mit einer Ingame-Währung freigeschaltet hat, war die Aufregung groß. Wer nicht noch extra Geld investieren möchte, müsste pro Held rund 60 Stunden spielen, um ihn endlich sein Eigen nennen zu können. Publisher EA sah sich schnell mit einem Shitstorm und Abzockvorwürfen konfrontiert. Dies resultierte schließlich darin, dass EA sämtliche Zusatzzahlungen aus dem Spiel entfernt habe. Allerdings sollen diese zu einem späteren Zeitpunkt zurückkehren.

Da man nicht genau weiß, wie das neue System aussieht, kaufen die Spieler aktuell mit Star Wars: Battlefront 2 etwas die Katze im Sack. Spätere Änderungen lassen sich aktuell überhaupt nicht einschätzen. Die Ankündigung klingt danach, als wollte man vor allem einen Einbruch der Verkaufszahlen verhindern. Nach dem Bekanntwerden des Umfangs der Mikrotransaktionen hatten Tausende von Spielern ihre Vorbestellung rückgängig gemacht.

Fazit

Star Wars: Battlefront 2 hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Der Singleplayer ist allein definitiv kein Kaufgrund. Gemeinsam mit den Multiplayer-Gefechten bietet das Spiel aber eigentlich genug Umfang und Spielspaß. Hier trübt allerdings das Thema Mikrotransaktionen und die ungewisse Zukunft des Systems die Stimmung. Wer sichergehen möchte, sollte mit dem Kauf lieber abwarten, bis EA konkret enthüllt hat, wie sich die Zukunft der Ingame-Käufe darstellt.

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