Fordypningsrommet: Urlaub am Rande der Zivilisation – in Designerhütten Reisen & Outdoor

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Polarlichter gehören zu den faszinierendsten Anblicken überhaupt und nicht wenige Menschen träumen davon, sie einmal selbst mit bloßem Auge zu sehen. Auf einer norwegischen Insel gibt es genau diese Möglichkeit. Allerdings könnte die Unterbringung kaum abgelegener sein.

Wenn man das Wort Fordypningsrommet zum ersten Mal liest, könnte man durchaus auf den Gedanken kommen, es handelt sich um eine Art Wortpuzzle. In Wirklichkeit ist dies jedoch der Name einer kleinen abgelegenen Ortschaft in Norwegen, die den Traum vom Sehen der Polarlichter wahr machen kann. Übersetzt bedeutet Fordypningsrommet in etwa „Raum für kleine Studien“, was durchaus Sinn macht, wenn man auf die Geschichte der Insel zurückblickt.

Für Künstler und Touristen

Fordypningsrommet wurde im Jahr 2016 gegründet. Mit der kleinen Siedlung wollte der Komponist Håvard Lund Kreativen einen Rückzugsort geben, um hier in aller Ruhe neue Bücher, Musik, Bilder oder alle anderen Arten von Kunst zu schaffen. Die kleine zerklüftete Bucht auf einer norwegischen Insel erschien ihm dabei als genau der passende Ort. Wer hier wohnt, der kann definitiv ohne Störung oder Ablenkungen arbeiten, wenn man einmal von der Schönheit der Polarlichter absieht. Allein die Tatsache, dass man die Siedlung nur per Fähre von der norwegischen Stadt Bodø erreichen kann, sorgt dafür, dass sich der Besucherstrom in Grenzen hält. Damit der Urlaub dann auch kein Ärgernis wird, sollte man auch einen stabilen Koffer mit den richtigen utensilien mitnehmen.

Nachdem Fordypningsrommet am Anfang nur als Rückzugsort für Künstler angeboten wurde, sieht die Sache heute etwas anders aus. Mittlerweile kann sich jeder in der Siedlung einmieten, wobei die Wohnungen an sich durchaus schon eine Reise wert sind. Wer auf Fordypningsrommet übernachtet, der schläft in echten Designerhütten. Die insgesamt neun Unterkünfte wurden von den Architekten Tyin Tegnestue und Sami Rintala entworfen, die in Norwegen keine Unbekannten sind.

Mit Freunden nach Norwegen

Fordypningsrommet bietet Schlafmöglichkeiten für maximal 15 Personen. Auch wenn die Hütten mitten zwischen den Felsen wunderschön anzusehen sind, ist nicht jede mit einem eigenen Bad oder eine Küche ausgestattet. Entsprechend muss man für eine Vermietung laut Angabe der Betreiber auch mindestens drei Häuser buchen. Nur so ist gegeben, dass man während seines Aufenthalts auch wirklich über ein Bad und eine Küche verfügt.

Im Idealfall reist man aber gleich mit einer größeren Gruppe an. Dann ist in jedem Falle sichergestellt, dass man auch über einen Konzertraum und eine Sauna verfügt. Rein finanziell ist die Übernachtung gar nicht so teuer, wie man anhand des Wortes Designerhütte vielleicht vermuten mag. Wer für ein sich für zwei Nächte im Januar in Fordypningsrommet einmietet, zahlt für alle neun Hütten umgerechnet rund 2450 Euro. Auf 15 Personen gerechnet, sind dies rund 81 Euro pro Nacht. Gerade im ohnehin alles andere als günstigen Norwegen ist dies gar nicht mal so teuer.

Am Rande der Zivilisation

So malerisch Fordypningsrommet gelegen ist und so gut die Möglichkeiten sind, gerade im Winter Polarlichter zu sehen, so sehr sollte man sich klar machen, dass am Rand der Zivilisation in diesem Falle keine Übertreibung ist. Wer schon immer einmal seinen Urlaub in echter Abgeschiedenheit verbringen wollte, der ist hier genau richtig. Auf der Insel gibt es außer den neun Hütten und jeder Menge Natur nicht viel mehr. Auch der Weg in die nächste Stadt ist nicht einfach und dauert etwas länger. Da diese nur mit einer Fähre zu erreichen ist, sollte man sich genau überlegen, was man für den Abend einkaufen muss.

Gerade im Winter sollte man zudem auf warme Kleidung achten. In der Nähe des Polarkreises wird es in der Nacht bitterkalt und selbst im Sommer sind die Temperaturen hier selten das, was man sommerlich nennen möchte. Nacht bedeutet im Falle von Fordypningsrommet zudem, dass es in den Wintermonaten auch tagsüber faktisch kaum hell wird. Entsprechend gut sind auch die Möglichkeiten, Polarlichter zu entdecken. Im Sommer tritt dann genau der umgekehrte Fall ein. Wer schon immer einmal herausfinden wollt, wie es ist, 24 Stunden im Licht zu leben, der dürfte auf der Insel im norwegischen Norden genau richtig sein.

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