Alex Honnold – Der tollkühne Kletterer Sport

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In windigen Höhen und diese ohne Seil oder Absicherung: Alex Honnold ist eine absolute Kletterkoryphäe. Seit einigen Jahren begeistert er die Kletterwelt mit seinen Rekorden und es gelingt ihm immer wieder, noch einmal einen draufzusetzen.

Alex Honnold ist in der Kletterszene aus mehreren Gründen außergewöhnlich. In einem Sport, in dem es selten wirkliche Stars gibt, hat sich der 31-jährige Amerikaner zu einer echten Bekanntheit entwickelt. Nicht nur die Sportler selbst kennen ihn, es wird auch in den großen Medien über Honnold berichtet. Auch über mangelnde Sponsoren kann sich der tollkühne Kletterer nicht beschweren. Rund 100.000 Dollar im Jahr soll er durch Firmenunterstützung einnehmen.

Früh übt sich

Honnold ist vor allem für seine Free-Solo- und Speedbegehungen bekannt. Er klettert also nicht nur ohne Sicherung die steilsten Wände der Welt, sondern auch noch in einem atemberaubenden Geschwindigkeit. Nicht umsonst hält er aktuell gleich mehrere Rekorde und wurde 2015 mit dem Piolet d’Or für herausragende Leistungen im Klettersport ausgzeichnet.

Training Las Vegas style… @joe_segreti photo.

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Eigentlich kommt Alex Honnold aus einer sehr normalen Familie. Seine Eltern waren beide Lehrer, sodass er in seiner Kindheit kaum fernsehen durfte und stattdessen viel las. Mit dem Klettern kam er allerdings schon früh in Berührung. Bereits mit fünf Jahren erklomm Honnold in einem Fitnessstudio eine zehn Meter hohe Kletterwand. Wenig überraschend blieb er dem Klettersport danach treu. Nach der Schule verbrachte er seine Zeit vor allem mit Klettern, häufig sogar sechs Tage in der Woche.

Weltweiter Ruhm

Nach eigenen Angaben war Alex Honnold in seiner Jugend kein begnadeter Kletterer. Sein heutiger Erfolg stammt vor allem aus seiner Motivation. Erstmals weltweit auf sich aufmerksam machen konnte der Amerikaner vor rund neun Jahren. Damals bestieg er als erster Kletterer überhaupt die Nordwestwand des Half Dome ohne Sicherung. Die Kuppel befindet sich im Yosemite-Nationalpark, der mittlerweile so etwas wie das Wohnzimmer von Honnold ist.

Der Half Dome sollte allerdings nur der Auftakt sein. Alex Honnold ließ in den kommenden Jahren eine ganze Reihe von Rekorden folgen. Unter anderem bestieg er free solo, also allein und ohne Sicherung, den Chouinard-Herbert und The Phoenix. Zudem stellte Honnold 2012 gemeinsam mit Hans Florin einen Geschwindigkeitsrekord bei der Besteigung von The Nose auf.

Spätestens nach diesem Rekord wurden auch die Medien auf Alex Honnold aufmerksam. So berichtete nicht nur der National Geographic mit einer Titelgeschichte über den Kletterer, sondern auch der amerikanische TV-Sender CBS. Seine Besteigung des Half Dome wurde zudem verfilmt.

Happy Mother's Day to a very adventurous mom!

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Ein Besessener des Kletterns

Dass Alex Honnold so große Erfolge feiern kann, hat er vor allem seiner Besessenheit mit dem Klettern zu verdanken. Nur wenige Menschen dürften den Sport so leben wie er. An seinem offiziellen Wohnsitz hält er sich nur rund 14 Tage im Jahr auf. Ansonsten ist er in der Welt unterwegs und klettert. Dabei übernachtet Honnold allerdings nicht etwa in Hotels, er schläft vorzugsweise in seinem zehn Jahre alten Van. Diesen hat er mit ein paar Schränken ausgestattet, als Toilette dient eine leere Wasserflasche. Geduscht wird am Abend auf dem Campingplatz, für Dinge wie Fernsehen hat Honnold keine Zeit.

So stoked to realize a life dream today 🙂 @jimmy_chin photo

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Another @jonathansiegrist pic of Red Rock scrambling. Pretty lovely route. @thenorthface

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Rekord im Yosemite-Nationalpark

Trotz der Tatsache, dass der amerikanische Kletterprofi bereits schon mehrere Rekord hält, ist er immer noch nicht müde. So sorgte Honnold erst Anfang Juni wieder für weltweite Schlagzeilen. Als erste Mensch erkletterte die berüchtigte Steilwand El Capitan free solo. Die Wand gilt als eine der gefährlichsten Kletterrouten der Welt. Honnold benötigte für seinen Klettertrip drei Stunden und 56 Minuten. Die Route ist dabei so gefährlich, dass schon ein einziger Fehler den Kletterer sein Leben kosten kann. Mehr als ein Jahr bereitete sich Alexander Honnold für seinen Rekordversuch vor. Am Ende zeigte er sich überglücklich und sprach davon, sich einen Lebenstraum erfüllt zu haben. Es dürfte nicht der letzte gewesen sein.

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