10 Jahre Iphone – Trotz Fehlern ist Apple erfolgreich Technik

Im Januar 2007 stellte Steve Jobs das erste iPhone vor, seither hat sich viel getan - und Apple ist nicht mehr der meist verkaufte Smartphone Hersteller. Der Erfolg ist dennoch beeindruckend, vor allem weil auch die Liste der Fehler lang ist und auch bei Apple nicht alles gelang.


Einfach nur das erste iPhone enthüllen. Nein, das war Steve Jobs zu plump. Er sprach lieber von drei Geräten, die die Welt revolutionieren würden. Einem iPod mit Breitbild-Display, einem revolutionären Telefon und einem bahnbrechenden Internetkommunikator – und es kam am Ende nur ein Gerät: Das iPhone. Als Jobs die Funktionen des iPhones zeigte brach Jubel aus. Egal ob er den Internetbrowser oder die Zwei-Megapixel-Kamera vorführte, damals war das eine Sensation – heute kann jedes halbwegs aktuelle Smartphone diese Funktionen locker übertrumpfen. Damals war eine Pixeldichte des Displays von 160 Pixel pro Zoll (ppi) aus Sicht revolutionär. Heute sind es mit 326 ppi doppelt so viel.

Apple war dennoch Vorreiter und brachte vermeintliche Innovationen auf den Markt – die bei genauerem Hinschauen allerdings durchaus schon von anderen Herstellern genutzt wurden. Das iPhone machte die Funktionen aber dank geschicktem Marketing massen tauglich. Ein Clou von Apple war es die fest installierten Tasten verschwinden zu lassen und sie ins Display zu legen, mit dem „Berührungsbildschirm“, wie es die Presse damals noch nannte.

Etwas absurd wirkt im Rückblick die Einschätzung des damaligen Microsoft-Vorstandschefs Steve Ballmer. Nicht nur in deutschen Medien hatte er das iPhone angezweifelt.

Steve Ballmer fand es gerade zu absurd für ein Handy 499 Dollar zu zahlen. Eine Fehleinschätzung. Auch heute investieren die Leute bis zu 1.119 Euro für ein Smartphone (iPhone 7 Plus mit 256 GB Speicher) von Apple. Summen die für viele verrückt klingen, aber für „Apple Jünger“ gerechtfertigt sind. Apple hat es geschafft mit geschicktem Marketing einen Kult um seine Smartphone und anderen Geräte zu schaffen. Obwohl die Konkurrenz inzwischen oft bessere Produkte für weniger Geld anbietet, wird schon fast sektenartig für Apple Shops campiert und ein neues Smartphone zu ergattern.

Erfolgreich trotz einigen Fehlern

Dabei gibt es durchaus auch einige Fehler im Laufe der Jahre bei den iPhones. Den Start machte „Antennagate„. Das neue Design des iPhone 4, mit einer Antenne in dem metallischen Außenring sorgte für Empfangsprobleme – und Apple musste nachbessern.

Im September 2014 folgte dann das „Bendgate“. Nutzer berichtete davon, dass sich ihr iPhone 6 Plus in der Gesäßtasche beim Sitzen verbiegt. Dazu kamen auch immer wieder Probleme mit Softwareupdates, die Geräte außer Betrieb setzten oder die Apple Karten App die nicht annähernd so gut funktionierte wie Google Maps. Immerhin ist Apple vor einem Image-Gau wie Samsung mit seinen brennenden Galaxy-Note-7-Geräten durch labile Akkus verschont geblieben.

Wenn Apple den Nachfolger des iPhone 6 auf den Markt bringt, wird es nicht viele Innovationen geben, es wird zum dritten mal in Folge fast unverändert bleiben – und das trotz 10-jährigem Jubiläum. Einzige Neuheiten könnten sein, dass das Display endlich die gesamte Frontseite einnimmt, oder endlich ein Gerät, das drahtlos geladen werden kann. Ob sich die User das neue Smartphone zulegen werden, wird sich zeigen, so sind doch immer noch viele User mit dem zwei Jahre alten Smartphone 6s von Apple sehr zufrieden.

Android die große Konkurrenz

Mit den Android Smartphones hat Apple längst einen mächtigen Konkurrenten gefunden. Doch trotz eines geringeren Marktanteils verdient der US-Konzern so gut wie kein anderer am Verkauf seiner Geräte. Laut einer Studie von Strategy Analytics vom Herbst 2016 verbuchte Apple zuletzt 91 Prozent aller Gewinne des gesamten Smartphone-Markts für sich.

Auch stehen günstige Smartphones, wie das Oneplus 3, bei den Usern hoch im Kurs. Dort gibt es oftmals mehr technische Leistung, für weniger Geld.

Trotz allem hat Apple bis heute mehr als eine Milliarde Geräte verkauft und es werden sicher noch mehr werden.

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