„The Beast“: Die US-Präsidenten Limousine Auto

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Wenn sich der neue amerikanische Präsident Donald Trump auf die Straßen begibt, dann ist er so sicher wie kaum ein anderer Mensch. Hauptgrund dafür ist die Präsidentenlimousine The Beast, eine Spezialanfertigung von Autohersteller General Motors.

Eigentlich sollte Donald Trump bereits schon bei seiner Vereidigung The Beast das erste Mal ausprobieren. Da der Wagen jedoch noch nicht fertig war, musste er sich mit der Präsidentenlimousine seines Vorgängers Barack Obama begnügen. Auch diese hört auf den Namen The Beast und stammt ebenfalls aus dem Hause General Motors.

The Beast trägt eigentlich den offiziellen Namen Cadillac One und ist eine absolute Spezialanfertigung. Auch wenn von der Optik her Ähnlichkeiten mit dem Cadillac CTS oder dem neuen CT6 bestehen, hat die Limousine des US-Präsidenten wenig mit dem gemein, was sich auch reiche Geschäftsleute, Schauspieler oder Sportler in die Garage stellen können. Nicht umsonst bezeichnet der Secret Service auch das neue Biest als sichersten Wagen der Welt. Wirklich gesehen hat ihn die Öffentlichkeit bisher aber noch nicht.

Details sind Staatsgeheimnis

Aus Sicherheitsgründen veröffentlichen der Secret Service und General Motors keine wirklichen Informationen über die Spezifikationen der Präsidentenlimousine. Gerade was die Motorisierung anbetrifft, wird vielfach nur spekuliert. Da nicht einmal bekannt ist, ob der Wagen mit Benzin oder Diesel angetrieben wird, reichen die Spekulationen von einem V8-Benziner bis zu einem 6,6-Liter-Duramax-Diesel. Zudem geht man davon aus, dass eine Lachgaseinspritzung verbaut wurde, die dem Biest kurzzeitig einen Schub von bis zu 1000 PS geben soll. Auf diese Weise möchte man in Gefahrensituationen die schwache Höchstgeschwindigkeit von nicht einmal 100 Kilometer pro Stunde ausgleichen.

Das sicherste Auto der Welt

Dass The Beast vergleichsweise langsam unterwegs ist, hat es seinem hohem Gewicht zu verdanken. Zwischen fünf und acht Tonnen soll er auf die Waage bringen, was auch dazu führt, dass der Cadillac One auf einer Lkw-Plattform verbaut wurde. Ein Großteil des Gewichts resultiert aus den Sicherheitsmaßnahmen. Zentimeterdicke Platten aus Stahl, Kevlar, Aramid und Keramik sollen verhindern, dass dem Präsidenten irgendwas zustößt. Selbst der Unterboden und der Tank sind gegen Angriffe mit Sprengstoff geschützt.

Ähnlich schwer zu knacken wie die Karosserie sind die Reifen. Auch diese sollen Kugeln standhalten und selbst wenn doch einmal etwas stark genug ist, sie zu zerstören, kann das Biest auf einem Stahlring weiterrollen. Dazu kommt eine Innenausstattung, die sich ebenfalls sehen lassen kann. Neben einer verschlüsselten Direktverbindung zum Vizepräsidenten und zum Pentagon gehören auch Granatwerfer, Tränengaskanonen und Nachtsichtgeräte zur Ausstattung. Darüber hinaus soll der Kofferraum moderne medizinische Geräte und sogar Blutkonserven mit der Blutgruppe des Präsidenten enthalten. Dies alles ist natürlich alles andere als günstig. Auf knapp eine Million Euro werden die Kosten des Wagens geschätzt, von dem die Regierung übrigens 12 Stück herstellen lässt.

The Beast schützt den Präsidenten

Die neueste Präsidentenlimousine kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts werden die Präsidenten der USA in Limousinen transportiert. Allerdings dauerte es bis 1941, bis der Secret Service den Anlass sah, eine Präsidentenlimousine auch panzern zu lassen.

Eine Panzerung ist allerdings nur dann hilfreich, wenn man nicht mit offenem Verdeck durch die Gegend fährt. Leider erkannte man dies erst nach dem Tod von John F. Kennedy, der 1963 in seinem Lincoln X-100 erschossen wurde. Die besseren Sicherheitsvorkehrungen in den folgenden Jahren verhinderten allerdings trotzdem nicht, dass es immer wieder zu kuriosen Begegnungen kam. So stieß Präsident Gerald Ford in seiner Limousine eines Tages mit einer Gruppe Studenten zusammen. Mittlerweile erscheinen solche Dinge aber eher unwahrscheinlich. So wird der aktuelle Präsident nicht nur durch seine Limousine, sondern auch durch viele Maßnahmen um ihn herum geschützt. Im neuen Beast dürfte Präsident Trump daher ähnlich sicher sein wie im Weißen Haus.

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