Arnold Schwarzenegger ‚macht‘ die Mercedes G-Klasse elektrisch Auto

Der Kult-Offroader von Mercedes macht einen Evolutionssprung. Erstmals wurde in Kitzbühl eine rein elektrische Mercedes G-Klasse vorgestellt. Als Präsentator sicherte sich der Autohersteller die Dienste des Terminators Arnold Schwarzenegger persönlich.


Bis die Mercedes G-Klasse tatsächlich einmal vom Band in einer rein elektrischen Form kommen wird, dürften noch ein paar Jahre ins Land ziehen. Dass es allerdings auch schon jetzt möglich wäre, beweist das österreichische Unternehmen Kreisel Electric. Diese nutzen das bekannte Hahnenkamm-Rennens in Kitzbühel, um eine Eletroversion der Mercedes G-Klasse vorzustellen. Das gute Stück macht dabei eine ziemlich gute Figur, sodass sich auch Präsentator Arnold Schwarzenegger begeistert zeigte.

Mehr Power durch Elektrik

Um im Gelände keine Probleme zu bekommen, benötigt man die eine oder andere Pferdestärke. Dies haben sich auch die Konstrukteure von Kreisel Electric gedacht und der Mercedes G-Klasse einen Motor mit 360 kW verpasst. Umgerechnet kommt der Offroader in der elektrischen Fassung damit auf 490 PS. Dies sind wohl gemerkt doppelt so viele, wie der ursprüngliche V6-Dieselmotor aufweisen konnte.

Die Leistung spiegelt sich natürlich auch in der Beschleunigung wieder. Die 100 km/h erreicht die elektrische Mercedes G-Klasse in 5,6 Sekunden. Das ist ein sportlicher Wert, vor allem wenn man bedenkt, dass das Auto rund 2,6 Tonnen Gewicht auf die Waage bringt. Zudem ist man fast drei Sekunden schneller als der originale V6-Diesel. Bei der Höchstgeschwindigkeit reicht es am Ende zu 183 km/h. Gerade für einen Geländewagen ist dies aber durchaus respektabel.

Dem Original ebenbürtig

Die Entwicklung der elektrisierten Mercedes G-Klasse soll das österreichische Unternehmen lediglich zwei Monate gekostet haben. Verbaut wurden gleich mehrere Elektromotoren, wobei man sich bedeckt darüber hält, wie viele es genau sind. In jedem Falle verspricht der Hersteller, dass die neue Version dem Original in Hinblick auf Geländetauglichkeit, Steigfähigkeit und Komfort mindestens gleichkommt.

Ein ganz eigenes Thema ist bei elektrischen Autos allerdings immer die Reichweite. Die Akkus in der G-Klasse verfügen über eine Kapazität von 80 Kilowattstunden. Damit soll man nach Herstellerangaben um die 300 Kilometer weit kommen. Der anschließende Ladevorgang ist durch eine Ladeleistung von 150 kW dann aber besonders zügig. So sollen die Akkus bereits nach 25 Minuten wieder zu 80 Prozent geladen sein.

Arnold Schwarzenegger darf weiter testfahren

Wer sich für die elektrische G-Klasse interessiert, wird sich allerdings noch gedulden müssen. Kreisel Electric plant zunächst einmal keine Serienproduktion. Potenzial für eine solche ist allerdings durchaus vorhanden. Arnold Schwarzenegger zeigte sich bei der Präsentation in jedem Falle schon sehr begeistert und outete sich auch gleich als Fan der G-Klasse. Der Terminator hatte dabei gleich doppelten Grund zur Freude. So durfte er das Auto nicht nur präsentieren, sondern auch gleich behalten. Die elektrische Mercedes G-Klasse macht sich nach der Präsentation auf den Weg nach Los Angeles. Hier darf Schwarzenegger den Wagen weiter ausgiebig testen. Sein Feedback soll auch in die Weiterentwicklung einfließen.

Dass Schwarzenegger Fan der Mercedes G-Klasse ist, kann man ihm kaum verübeln. Der Off-Roader wird bereits 1979 hergestellt und konnte sich in den vergangenen Jahrzehnten eine treue Fangemeinschaft sichern. Vor allem die Tatsache, dass Mercedes rein optisch seit Anfang an nur wenige Veränderungen vorgenommen hat, macht die G-Klasse zu etwas besonderem.

Bilder: Kreisel Electric / Martin Proell

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