„Zwischen Welten“ über eine besondere Freundschaft in Afghanistan Entertainment

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„Zwischen Welten“ ist der erste wirklich ernstzunehmende Film zum Thema Bundeswehr und Afghanistan. Es gab zwar schon Fernsehproduktionen von Pro7 und Co, allerdings auf einem sehr niedrigen Niveau. Mit „Zwischen Welten“ kommt der erste niveauvolle Kinofilm dazu in die deutschen Kinos – nach fast 13 Jahren Afghanistan Einsatz der Bundeswehr.



Der Film von Feo Aladags ist ein Film ohne Taliban, ohne klar gezogene Fronten zwischen Gut und Böse, ohne die Gewissheit, dort im staubigen Wüstensand von Masar-e Scharif das Richtige zu tun.

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Zur Handlung des Films: Bundeswehrsoldat Jesper (Ronald Zehrfeld) ist bereits zum zweiten Mal in Afghanistan stationiert. Den ersten Einsatz, bei dem sein Bruder auf dem Schlachtfeld starb, wird er nie vergessen. Nun kehrt Jesper in das Kriegsgebiet zurück und erhält zusammen mit seiner Truppe den Befehl, ein kleines Dorf vor der Bedrohung durch die Taliban zu schützen. Unterstützung bekommen die Männer vom afghanischen Dolmetscher Tarik (Mohsin Amady). Während der Versuch, das Vertrauen der Dorfbewohner und Milizen zu gewinnen, beständig an der großen Kluft zwischen den Kulturen scheitert, freunden sich Tarik und Jesper an – worüber der Soldat bald in einen Loyalitätskonflikt gerät. Als Tarik von den Taliban-Kämpfern wegen seiner Zusammenarbeit mit den Deutschen bedroht wird und daraufhin seine Schwester Nala (Saida Barmaki) aus der Stadt holen möchte, um sie unter die Aufsicht des deutschen Außenpostens zu stellen, muss Jesper sich über seine Befehle hinwegsetzen, um seinem Freund zu helfen. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf.

Der Film muss sich auch international nicht verstecken und ist vielleicht am ehesten mit dem französischem Film „Special Forces“ vergleichbar. Insgesamt ist der Regisseurin ein guter Film gelungen, der zum Teil sehr realistisch den Einsatz der Bundeswehr aufzeigt, gepaart mit einer Prise Fiktion.

Gedreht wurde der Film überwiegend in Afghanistan selbst auch wurden die afghanischen Nebendarsteller alle vor Ort angesprochen und animiert bei „Zwischen Welten“ mitzuspielen.

Titelbild: Wolfgang Ennenbach / Majestic

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