Aktivurlaub mal anders: Zu Besuch bei Caliber 3 in Israel Mentertainment

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Wer im Urlaub mehr als nur Entspannung sucht und einmal richtige Action erleben möchte, der ist bei Caliber 3 genau an der richtigen Adresse. Die Anti-Terror-Akademie in Israel bietet auch Kurse für Touristen an.

Urlaubstypen gibt es ganz verschiedene. Die einen haben Spaß daran, zwei Wochen lang am Strand zu verbringen, die anderen wollen lieber aktiv sein. Um an einem Kurs zur Anti-Terror-Bekämpfung teilzunehmen, bedarf es allerdings eines besonderen Menschenschlags. Anstatt gemütlich Cocktails auf eine Liege zu schlürfen, bietet Caliber 3 Touristen die Möglichkeit, mit echten Waffen Anti-Terrorszenarios zu erleben. Das Unternehmen kennt sich in seinem Metier dabei mehr als aus. Seit einigen Jahren trainiert man Anti-Terror-Einheiten, die aus der ganzen Welt angereist kommen.

Im Westjordanland für den Ernstfall vorbereiten

Hinter Caliber 3 stehen ehemalige Elitesoldaten, die heute als private Ausbilder ihr Geld verdienen. Das Camp, in dem trainiert wird, liegt in der Siedlung Efrat im Westjordanland. Wer also einmal an einem der angebotenen Crashkurse teilnehmen möchte, muss zunächst einmal einen Urlaub in Israel buchen, also in einer Region, die ohnehin nicht für ihre Sicherheit berühmt ist. Vor allem seitdem US-Präsident Trump 2017 die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt erklärte, steigen die Spannungen in Israel wieder. Davon lassen sich echte Aktivurlauber allerdings nicht abhalten.

Was als nette Idee begann, ist mittlerweile zu einem wahren Renner geworden. Über 15.000 Touristen kommen pro Jahr nach Efrat, um bei Caliber 3 zu erfahren, was es heißt, gegen Terroristen zu kämpfen. Nicht umsonst hat das Unternehmen seine Angebote für Touristen in den vergangenen Jahren immer weiter ausgebaut. Von Paintball über Krav-Maga-Training bis hin zu einem Crashkurs in der israelischen Terrorbekämpfung ist alles dabei. Sogar ein fünfwöchiges Feriencamp für Schüler wird von Caliber 3 angeboten.

Wenn die Familie zur Anti-Terroreinheit wird

Wer sich für einen Kurs bei Caliber 3 anmeldet, der dürfte überrascht sein, welches Publikum das Angebot findet. Nicht nur Personen, die Spaß an Waffen haben und einen actionreichen Urlaub verbringen wollen, gehören zu den Interessenten. Mitunter kann man sogar ganze Familie antreffen. Wenn die Oma aus Brasilien oder die Tante aus Schweden plötzlich zur Waffe greifen, kann es schon einmal denen einen oder anderen verwunderten Blick geben.

Die amerikanischen Touristen dürften natürlich ebenfalls nicht fehlen. Es dürfte wohl kaum ein freies Land geben, in dem Waffen und der Kampf eine so große Faszination auslösen. Gerade viele jüdische Auswanderer kommen für Familienfeiern nach Israel und lassen sich die Chance nicht nehmen, einmal an einem Anti-Terror-Kurs teilzunehmen.

Schießen, Nahkampf, Terror-Erkennung

Was die Touristen bei Caliber 3 erwartet, ist ganz unterschiedlich. Zum einen versucht man, den Gästen die unterschiedlichen Herangehensweisen der Terrorbekämpfung zu zeigen. Schließlich sind die Betreiber des Unternehmens selbst ehemalige Soldaten, die wissen, wovon sie reden. Auf dem Plan stehen als beispielsweise Szenarios, in denen gezeigt wird, wie man einen Messerangriff ohne Waffe stoppt oder wie ein Hund einen Terroristen zu Boden ringen kann. Auch Selbstverteidigungsmöglichkeiten werden demonstriert.

Natürlich will man als echter Anti-Terror-Kämpfer nicht einfach nur zuschauen, sondern selbst Hand anlegen. Man weiß ja nie, wann der John McClane, die in jedem schlummert, einmal gefragt ist. Schießübungen gibt es zum Start zunächst in trockener Form. Mit einer Holzwaffe werden erstmal die Grundlagen geübt. Gerade bei europäischen Touristen, der im Alltag eher selten mit einer Waffe hantiert, ist das sicherlich keine dumme Idee. Anschließend wird dann aber auch scharf geschossen. Um zu beweisen, wie gut die Teilnehmer sind, dürfen sie dabei auch gleich in einem Wettbewerb antreten. Während auf Luftballons geschossen wird, läuft im Hintergrund die Musik von Rocky. Man soll ja schließlich nicht vergessen, dass man immer noch im Urlaub ist.

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