Der Schatz des Forrest Fenn Mentertainment

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In den amerikanischen Rocky Mountains ist ein millionenschwerer Goldschatz versteckt. Dies behauptet zumindest der Amerikaner Forrest Fenn, der den Schatz selbst an einen geheimen Ort brachte. Die Suche dauert mittlerweile schon sieben Jahre an und forderte sogar Todesopfer.

Forrest Fenn ist ein amerikanischer Kunsthändler und Autor, der sein Vermögen in den 70er Jahren machte. Damals gingen in seiner Galerie viele große Persönlichkeiten ein und aus und verhalfen dem heute 85-Jährigen zu Reichtum. Im Jahr 1988 gab es dann die Schreckensbotschaft für Fenn. Die Ärzte diagnostizierten Krebs und gaben dem Kunsthändler nur eine geringe Überlebenswahrscheinlichkeit. Im Angesicht der Krankheit beschloss Forrest Fenn, sein ganz eigenes Vermächtnis zu schaffen. Er füllte eine Schatzkiste mit Gold, seltenen Münzen, Schmuck, Edelsteinen und einer Flasche, die seine Autobiografie enthielt. Der Gesamtwert soll bei über drei Millionen Dollar liegen.

Sein Plan war es, den Schatz zu verstecken, sodass ihn Menschen nach seinem Tod suchen können. Dann besiegte Fenn den Krebs jedoch und ließ den Plan zunächst fallen. Im Jahr 2010 entschied er sich dann, die Schatzkiste nun doch zu verstecken. Im Alter von 79 Jahren rief er die Schatzsuche aus, die bis heute andauert.

Neun Hinweise führen zum Schatz

Forrest Fenn enthüllte der Öffentlichkeit zunächst nur, dass der Schatz sich in den Rocky Mountains befindet. Wie man es aus Filmen oder Serien kennt, veröffentlichte er jedoch bald ein Rätsel in Form eines Gedichts. Dieses soll insgesamt neun Hinweise enthalten, die einem am Ende zum Schatz führen. Das Gedicht war Bestandteil von Fenns Kurzbiografie, die 2010 erschien. Der Schatz ist jedoch immer noch nicht gefunden.

Anhand von Fenns Aussagen lässt sich vermuten, dass die neun Hinweise aus dem Gedicht zwar entschlüsselt, jedoch noch nicht in die richtige Reihenfolge gebracht wurden. Über die Jahre enthüllte der Kunsthändler zudem ein paar weitere Details, welche die Suche etwas einschränkten. Im März 2013 erklärte Forrest Fenn beispielsweise, dass der Schatz sich 1500 Meter über dem Meeresspiegel befinden und nicht in Nevada, Idaho oder Kanada versteckt ist. Auch soll der Ort in keiner Verbindung zu von Menschen erbauten Strukturen stehen. Die Tatsache betonte er im Mai 2015 noch einmal, mit dem Hinweis, dass auch Friedhöfe darunter fallen würden. Kurz zuvor hatte ein Schatzsucher aufgrund der Hinweise im Gedicht ein Grab geschändet.

Ein weiterer Hinweis folgte in Fenns zweitem Buch. Hier druckte er erstmals eine Karte der Umgebung des Schatzes ab. Zudem bestätigte er Anfang 2015, dass die Kiste wohl nass sei.

Kritik am Urheber

Seit Forrest Fenn der Öffentlichkeit von seinem Schatz erzählt hat, machen sich immer wieder Abenteurer auf die Suche. Allerdings verläuft deren Suche nicht immer problemlos. Oft sind Amateure unterwegs, die sich in den Rocky Mountains in gefährliche Situationen begeben. So erfror die texanische Channon Thompson beispielsweise beinah, weil sie sich in der Wildnis verirrt hatte.

Noch schlimmer lief es für Randy Bilyeu, den man sieben Monate nach seinem Aufbruch zur Schatzsuche tot am Rio Grande fand. Auch der Pastor Paris Wallace bezahlte die Suche mit seinem Leben. Seine Überreste wurden erst kürzlich von Suchkräften gefunden, nachdem er eine Woche als vermisst galt.

Vor allem die Todesopfer sorgen dafür, dass Forrest Fenn wiederholt mit Kritik konfrontiert wird. Kritiker werfen ihm vor, dass er mit seinem Schatz Menschen in Gefahr bringt. Der 85-Jährige lässt sich von den Vorwürfen allerdings nicht abschrecken. Seinen Kritikern erklärte er, dass man einem Pool auch nicht das Wasser entlässt, wenn darin jemand ertrinkt. Allerdings überlegt Fenn aktuell, ob er die Suche etwas sicherer machen sollte.

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