„James bitte“ – der hilfsbereite „Butler“ aus dem Internet Netzwelt

Wer kennt es nicht? Der Biervorrat während der Party ist plötzlich aufgebraucht oder man hat den Geburtstag der Freundin vergessen und nun ist schnelles Handeln angesagt. Mit James bitte gehören diese Probleme der Vergangenheit, zumindest mit ein paar Einschränkungen.



Es klingt wie ein wahr gewordener Traum. Man steht vor einem Problem, greift sich sein Smartphone und innerhalb von ein paar Stunden, wird die Lösung bequem an die eigne Haustür geliefert. Mit James bitte gibt es ein neues Angebot auf dem Markt, das genau diesen Service verspricht. Beschränkt sind die Dienstleistungen jedoch primär auf materielle Güter. Für eine neue Freundin oder einen zusätzlichen Urlaubstag kann der Dienst bisher noch nicht sorgen.

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Möchte man sich dagegen ein paar Burger und ein Sixpack Bier bequem nach Hause liefern lassen, ist man bei James bitte genau an der richtigen Adresse. Für die Nutzung des Dienstes ist grundsätzlich ein Smartphone notwendig. Über dieses lassen sich die Mitarbeiter bei James bitte über SMS oder WhatsApp kontaktieren und der Wunsch äußern. Wer also am Samstagmorgen feststellt, dass er keine Brötchen im Haus hat, aber nicht extra zum Bäcker laufen möchte, der kann ganz einfach James fragen. Die Mitarbeiter des Dienstes geben im Anschluss eine Rückmeldung, die unter anderem auch den Preis enthält. Je nach Wunsch kann die Rückmeldung auch umfassender sein. Wenn man James beispielsweise mit der Suche nach einem passenden Candlelight-Dinner beauftragt, dann ist es natürlich hilfreich, wenn man ein paar mehr Informationen bekommt. Im Anschluss kann der Nutzer dem Angebot zustimmen und über PayPal bezahlen. Je nach Wunsch und Ort erfolgt die Lieferung innerhalb von Stunden oder sogar Minuten.

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Ein Start-up aus München

Hinter dem virtuellen Butler James steht kein klassisches Butler-Unternehmen, sondern ein junges Start-up aus München. Das bisher noch fünfköpfige Team der Firma Doido wird sich jedoch schon bald nach Verstärkungen umsehen müssen. Rund 50 bis 70 Anfragen am Tag erhält James bitte bereits schon, eine Zahl, die mit steigender Bekanntheit weiter anwachsen dürfte. Alle Träume erfüllt James jedoch nicht. Dem Wunsch nach ein paar Gramm Gras oder die bequeme Waffenlieferung per SMS kann leider nicht entsprochen werden. Bei illegalen Nachfragen zieht das Unternehmen die Grenze. Ansonsten scheint man bei James bitte jedoch für fast alles offen. Dabei erfüllt der Dienst den Wunsch jedoch nie selbst. Stattdessen schauen sich die Mitarbeiter nach Partnern um, welche zur jeweiligen Nachfrage passen. Dies schlägt sich natürlich auch preislich nieder. James bitte ist kein Angebot für Schnäppchenjäger. Zwischen 15 und 20 Prozent mehr kostet die Nutzung des Dienstes im Vergleich zum eigenen Einkauf. Dafür verspricht James jedoch die schnelle Erfüllung der Nachfragen. Kunden sind daher primär Menschen, die den Dienst aus Zeit- oder Bequemlichkeitsgründen in Anspruch nehmen. Dabei sind es besonders die Kombinationsmöglichkeiten, die James bitte so interessant machen. Eine Pizza kann sich jeder bei einem Lieferservice bestellen. Ein paar Blumen, eine Flasche Wein, Sushi und der passende Nachtisch für ein romantisches Essen mit der Freundin ist dagegen erheblich schwieriger.

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Das Vorbild aus Amerika

Während das junge Start-up aus München langsam hierzulande an Bekanntheuit gewinnt, hat sich dessen amerikanisches Vorbild bereits zu einem landesweiten Angebot entwickelt. Die App Magic verspricht ähnlich wie James bitte die Erfüllung von Wünschen, solange sich diese im legalen Raum bewegen. Hinter der Idee steckt der Software-Entwickler Mike Chen, der den Dienst innerhalb von ein paar Minuten programmierte und entwickelte. Was folgte hätte er sich jedoch vermutlich nicht einmal in seinen kühnsten Träumen vorstellen können. Nachdem ein Nutzer die App auf ProductHunt.com empfohlen hatte, explodierten die Anfragen. Innerhalb von 48 Stunden gingen 17.000 Wünsche ein. Nur mit der Hilfe von Freunden und Familie war es überhaupt möglich, einen Großteil der Anfragen zu beantworten. Von Zahlen dieser Größenordnung ist James bitte hierzulande noch etwas entfernt. Mit zunehmender Beliebtheit dürfte sich der Dienst jedoch auch in Deutschland zu einem Renner entwickeln. Denn sind wir mal ehrlich, wer hat sich genau so ein Angebot nicht schon einmal gewünscht, wenn es Sonntagnachmittag regnet und stürmt.

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