Das verrückteste Hostel: Im Schulbus durch Europa Reisen & Outdoor

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Rustikal und abenteuerlustig: Wer seinen Urlaub nicht in einem eintönigen Hotel verbringen möchte, der ist im mobilen Hostel genau richtig. Der umgebaute Schulbus eines belgischen Paars bietet ein Urlaubserlebnis der besonderen Sorte.

Wenn es um das Thema Urlaub geht, dann haben Menschen häufig ganz unterschiedliche Vorstellungen. Für manche Reisende gibt es nichts Schöneres als die Urlaubswochen in einem 5-Sterne-Hotel umgeben von Luxus zu verbringen. Der ungebaute Hostel-Schulbus des belgischen Paars Valerie und Tim ist für solche Menschen daher die vollkommen falsche Adresse. Die beiden Belgier bieten in ihrem mobilen Hostel Platz für Reisende, die etwas erleben wollen. Wer Spaß an Abenteuern hat und dabei auch rustikaler übernachten kann, ist bei dem ehemaligen Schulbus genau richtig. Reisemöglichkeiten gibt es in ganz Europa.

Durch Crowdfunding zum eigenen Hostel

Den Traum, einmal ein eigens Hostel zu eröffnen, hatten Valerie und Tim im Jahr 2015. Damals bereisten die beiden mit geringem Budget Guatemala und überlegten, wo der beste Ort für die Unterkunft wäre. Als das Paar sich nicht entscheiden konnte, entstand schließlich der Plan, doch einfach ein mobiles Hostel zu eröffnen. So konnte man selbst weiter auf Reisen gehen und gleichzeitig anderen Menschen eine Unterkunft bieten.

Das Paar hatte schon im Vorfeld der Hostel-Idee mit dem Gedanken gespielt, einen Bus in eine fahrbare Wohnung umzubauen. Nach dem Guatemala-Trip vereinigten sie einfach beide Pläne. Die Finanzierung stellten die beiden Belgier über Crowdfunding sicher, bei dem so viel Geld zusammenkam, dass man sich einen amerikanischen Schulbus leisten konnte. Dieser wurde per Schiff nach Belgien gebracht und anschließend umgebaut. Fast zwei Jahre dauerten die Baumaßnahmen, wobei Tim und Valerie viel Hilfe erhielten.

Schlafmöglichkeiten im Schulbus

Der Umbau fand unter anderem mit der Hilfe von recycelten Materialien statt. Hauptziel war es, möglichst effizient und umweltfreundlich zu bauen. Der fertige Schulbus bietet Schlafplätze für sechs Personen. Zudem gehören eine Dusche, eine Kompost-Toilette, eine kleine Küche und ein Holzofen zur Ausstattung. Darüber hinaus haben die beiden Belgier auch an Unterhaltung gedacht. Um sich eine eventuelle Langeweile zu vertreiben, können Mountainbikes, Surfboards oder einer Gitarre genutzt werden.

Die Familie selbst, neben Tom und Valerie fährt auch die kleine Tochter mit, hat sich im hinteren Bereich einen eigenen Platz eingerichtet. Dieser ist durch eine Tür vom Schulbus abtrennbar und bietet zumindest etwas Privatsphäre. Eine eigene Wohnung haben Tom und Valerie dagegen keine mehr.

Abenteuer gemeinsam erleben

Die Gästebetten im Schulbus sind für das Ehepaar die ideale Möglichkeit, um die eigenen Reisen zu finanzieren. Durch die Einnahmen können die beiden selbst auf Achse sein und die unterschiedlichsten Regionen in Europa sehen. Allerdings geht es nicht nur allein um das Geld. Tim und Valerie wollen ihre Erlebnisse mit anderen Menschen teilen. Interessenten können für eine beschränkte Zeit am Nomadenleben der beiden teilhaben und so neue Erfahrungen sammeln.

Wer selbst einmal mit den beiden sympathischen Belgiern auf Abenteuerurlaub gehen möchte, der kann eine Übernachtung über AirBnB buchen. Pro Nacht zahlt man 59 Euro, wo man sich über Frühstück, Abendessen und Benzinkosten keine Sorgen machen muss. Allerdings ist das Paar immer in unterschiedlichen Regionen unterwegs, die zum eigenen Reiseplan passen sollten. In jeder Region ist der Schulbus zwar flexibel und man geht auch auf Wünsche der Reisende ein. Ist der Bus in Schweden unterwegs, wird es aber etwas schwierig, wenn der Gast einen Abstecher ans Mittelmeer machen möchte.

Bis Mai durchfahren die beiden Belgier Österreich. Im Anschluss soll es über die Sommermonate nach Norwegen gehen.

Bilder: chriseyrewalker.com / letsbenomads.com

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