Rick­ shaw Run – Auf drei Rädern über den höchsten Berg der Welt Reisen & Outdoor

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Seit über zehn Jahren beweisen die Veranstalter des Rick­ shaw Run, dass mit einer Rikscha so einiges möglich ist. Die Rennen mit den dreirädrigen Gefährten führen die Teilnehmer nicht nur durch Indien und Sri Lanka, sondern auch ins Hochgebirge.

Das britische Organisationsteam The Adventurists hat wirklich ein ungewöhnliches Projekt aufgestellt. Ein Rennen, bei dem man nicht unbedingt mit den schnellsten Fahrzeugen unterwegs ist, mag vielleicht nicht total unüblich sein, dass es beim Rick­ shaw Run aber gar nicht um den Sieg geht, ist durchaus überraschend. Wer sich für eines der drei möglichen Rennen anmeldet, wird von den Veranstaltern nur mit einer Rikscha und einer Liste von GPS-Koordinaten von Tankstellen und verbotenen Zonen ausgerüstet. Bei allen anderen Dingen sind die Teilnehmer auf sich gestellt.

Den schnellstmöglichen Weg ins Ziel zu fahren, wird von dem Organisationsteam allerdings nicht empfohlen. Beim Rick­ shaw Run geht es vor allem darum, Abenteuer zu erleben, die Landschaft zu bestaunen und Menschen kennenzulernen. Vorbereitung und Planung sind dabei nicht gern gesehen, schließlich stehen ja das Abenteuer und der Spaß am Unbekannten im Mittelpunkt.

Rick­ shaw Run durch Indien und Sri Lanka

Der erste Rick­ shaw Run fand vor zwölf Jahren in Indien statt. Schon damals nahmen 34 Teams an dem Rennen teil und machten sich auf die schwierige Strecke. Der Start erfolgte in Kochi im Südwesten Indiens, von wo es dann Darjeeling ging. Insgesamt mussten die Teilnehmer rund 3000 Kilometer bewältigen. Mittlerweile bietet The Adventurists die Indientour regelmäßig an. Wer sich für die Fahrt interessiert, kann sich auf der Webseite der Organisatoren informieren und anmelden. Gefahren wird im Januar, April und August. Dabei sollten Interessenten etwas Zeit mitbringen. Rund zweieinhalb Wochen sind für den Rick­ shaw Run durch Indien vorgesehen.

Wer es etwas kürzer mag, kommt vielleicht bei der Fahrt durch Sri Lanka auf seine Kosten. Diese findet im April und Oktober statt und dauert nur eine Woche. Innerhalb der einen Woche erkunden die Teilnehmer bei ihrer Fahrt praktisch die gesamte Insel und sehen alle spannenden Sehenswürdigkeiten.

In den Himalaja

Für Abenteurern, denen eine Rikscha-Fahrt durch Indien oder Sri Lanka noch nicht genug Nervenkitzel bietet, haben die Organisatoren ein besonders Angebot: der Rick­ shaw Run durch den Himalaja. Auf dieser Strecke wird es wirklich gefährlich. Auf einer Strecke von rund 1000 Kilometer werden mehrere Tausend Höhenmeter überwunden. Die engen Straßen führen dabei nicht selten direkt an einem Abgrund entlang, ohne eine Leitplanke oder einen anderen Schutz wohlgemerkt.

Auch mit Hotels und Übernachtungsmöglichkeiten sieht es im Hochgebirge nicht unbedingt gut aus. Nicht selten verbringen die Teilnehmer die kalten Nächte in mitgebrachten Zelten. Angeboten wird die Fahrt von The Adventurists zwei Mal im Jahr. Wer sich für die Fahrt interessiert, sollte sich den Juni und September freihalten.

Erst einmal kleiner anfangen

Die Organisatoren von The Aventurists empfehlen Interessenten, erst einmal klein anzufangen und nicht direkt die Fahrt durch den Himalaja zu buchen. Indien und Sri Lanka sind für Anfänger die einfacheren Gefilde. Allerdings sollte man sich die Sache frühzeitig überlegen. Oft sind die Rennen schon ein Jahr vorher ausgebucht. Die Kosten bewegen sich im Bereich von 2000 Pfund für ein Dreierteam. Im Preis ist die Rikscha enthalten, sowie alle notwendigen Formulare. Für Übernachtung und Verpflegung müssen die Teilnehmer während des Rick­ shaw Run selbst sorgen.

Bilder: theadventurists.com/rickshaw-run

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