Im Kino: Er ist wieder da Entertainment

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Im Jahr 2012 sorgt Timur Vermes mit seinem Debütroman Er ist wieder da nicht nur für einen Beststeller, sondern auch für großes Aufsehen. Die Frage, ob man über Adolf Hitler lachen darf, beschäftigte ganz Deutschland. Nun kommt die Satire in die Kinos.



Es scheint ein ganz normaler Tag in Berlin zu sein, als der ehemalige Führer des Dritten Reiches Adolf Hitler 66 Jahre nach seinem Tod wieder erwacht. Das Jahr 2011 ist dabei jedoch so verwirrend für den eigentlich toten Hitler, dass er zunächst glaubt, einen Filmriss zu haben. Demokratie, viele Ausländer und der Euro sind Dinge, mit denen der Führer im neuen Deutschland so rein gar nichts anfangen kann. Diese Dinge rücken jedoch schnell in den Hintergrund, denn schließlich besitzt Hitler in der Gegenwart weder Geld noch eine Unterkunft. Ein netter Kioskbesitzer hilft ihm jedoch zum Glück weiter und gewährt Hitler einen Unterschlupf.

Der Weg zum Comedystar

Wenig überraschend glauben die meisten Menschen bei Anblick dies wiedergekehrten Hitlers, dass es sich um einen guten Imitator handelt. Der Kioskbesitzer ist sogar besonders begeistert von dem Mann und stellt ihm einen bekannten Fernsehproduzenten vor. Auch dieser erkennt das vermeintliche Comedytalent des ehemaligen Führers und kann seine Chefin davon überzeugen, dem Newcomer eine Chance zu geben. Unverhofft erhält Adolf Hitler nicht nur ein neues Büro inklusive Sekretärin, sondern auch seine eigene Comedyshow. Nun muss sich der Führer nur noch im Internet über die aktuelle Lage seines Deutschlands informieren und dann ist auch schon alles bereit für die große Rückkehr des Adolf Hitler.

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Satire in den deutschen Kinos

Einen Erfolgsroman wie Er ist wieder da zu verfilmen ist keine einfache Sache, da die Erwartungen des Publikums natürlich riesig sind. Mit Darstellern wie Fabian Busch, Christoph Maria Herbst, Katja Riemann, Franziska Wulf und Lars Rudolph kann bei der Produktion aber eigentlich kaum noch etwas schief gehen. Die Rolle des Adolf Hitlers übernimmt Oliver Masucci, der in Deutschland vor allem als Theaterschauspieler bekannt ist. Seine bekanntester Film dürfte der Abenteuerfilm Das Blut der Templer gewesen sein.
Für die Inszenierung des Films war Regisseuer David Wendt verantwortlich. Dieser feierte seinen ersten Erfolg mit dem Film Kriegerin, bevor er 2011 sein komödiantisches Talent mit der Verfilmung des Buches Feuchtgebiete unter Beweis stellte. Die Arbeit am Drehbuch von Er ist wieder da lies sich dagegen Buchautor Timur Vermes nicht nehmen. Basierend auf dem eigenen Roman schuf er auch die Vorlage für den Film.

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Basierend auf einem Bestseller

Dass Er ist wieder da nun auch in den Kinos Erfolge feiern möchte, ist anhand der Erfolgsgeschichte des Romans nur wenig verwunderlich. Im Oktober 2012 erschienen, sprang das Buch sofort auf Platz 1 der Spiegel Bestseller Liste und konnte sich dort ganze 20 Wochen halten. Bis August 2015 hat sich Er ist wieder da über 2 Millionen Mal verkauft. Nicht minder erfolgreich war die Hörbuchversion des Buches, die von Christoph Maria Herbst gelesen wurde. Herbst nutze bei der Interpretation des Romans die ganze Zeit über die Sprechweise von Adolf Hitler. Über 300.000 verkaufte Exemplare sprechen auch hier eine eindeutige Sprache.

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