Luxuriös durch den Weltuntergang: Wohnen im Luxus-Bunker Lifestyle

Wer in den Vereinigten Staaten reich ist, der sorgt heute für den Ernstfall vor. Luxuriöse Bunker erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und finden schnell Käufer. Da kann der Weltuntergang ja kommen.


Wenn man in Deutschland an das Thema Bunker denkt, dann kommen einem vor allem enge unterirdische Räume in den Kopf. Mit bedrückender Stimmung haben die Luxusbunker in den USA jedoch nur bedingt etwas gemeinsam. In Bundesstaat Kanas hat ein Bauunternehmer ein ehemaliges Raketensilo umgebaut und eine wahre unterirdische Oase erschaffen. Mögliche Zombieapokalypsen, Virenangriffe oder sogar Atomschläge sorgen bei den Bewohner nur für ein müdes Lächeln, die zudem auf praktisch keinen Luxus verzichten müssen. Bis zu 75 Menschen finden in dem unterirdischen Bunker platz, sodass man sich auch keine Sorgen machen muss, dass die Apokalypse eventuell langweilig werden könnte. Anstatt wie Robinson Crusoe allein auf einer Insel kann man die Katastrophe gemeinsam mit Familie und Freunden verbringen. Einzige Voraussetzung ist jedoch, dass das notwendige Kleingeld vorhanden ist. Eine Wohnung im Luxusbunker ist alles andere als günstig.

Bis zu 3 Millionen Dollar

Larry Hall ist der Name des Mannes, der auf die Idee kam, luxuriöse Wohnungen mit der Sicherheit eines Bunkers zu kombinieren. Hall beschäftige sich im Zuge der Anschläge vom 11. September mit einem sichereren Leben, wollte dabei jedoch auch nicht seine gewohnten Standards missen. Seinen ersten Bunker kaufte der Unternehmer in Jahr 2008. Die Umbauarbeiten dauerten bis 2012 und ein Jahr später wurden die letzte Wohnung verkauft. Wer sich einen Platz in dem luxuriösen Sicherheitsdomizil sichern wollte, musste jedoch tief in die Tasche greifen. Zwischen 1,5 und 3 Millionen Dollar kostet eine Wohnung in dem Bunker.

Über die Nachfrage kann sich Hall also nicht beschweren. Die weltweiten Krisen haben vielen Amerikanern Angst gemacht und nicht weniger investieren nun in sichere Wohnmöglichkeiten. Mit Luxusbunkern findet dieser Trend nun seinen Höhepunkt. Wer sich für eine Wohnung in Halls Bunker entscheidet, der hat die Wahl zwischen einem einstöckigen oder zweistöckigen Apartment. Ein Geschäftsmann wollte sogar ganz auf Nummer sicher gehen und kaufte eine ganze Etage. Im Falle der Apokalypse plant der Mann, seine ganze Familie und einige seiner Freunde dort unterzubringen. Sollte es wirklich einmal zu einem Zombieausbruch kommen, dürfte der Manager in jedem Fall sehr populär werden in seinem Freundeskreis.

Der volle Luxus

Das reine Überleben mag früher einmal Priorität gehabt haben, bei Menschen, die für den schlimmstmöglichen Fall vorsorgen wollten. Heute geht es jedoch auch darum, einen bestimmten Lebensstil zu sichern. Wie man in vielen Serien und Filmen sehen konnte, macht es nicht zwangsweise Spaß, zu den letzten Menschen auf den Planeten zu gehören. Wenn man in einem dreckigen Loch leben und täglich um die kleinste Erleichterung kämpfen muss, kann man sich eigentlich auch gleich von den Zombies fressen lassen. Im Luxusbunker geht es daher nicht nur darum das Überleben zu sichern, sondern es auf die richtige Art zu machen.

Die Wohnungen sind ausreichend groß und mit einer 2,75 höher als viele Räume in deutschen Reihenhäusern. Mit sonnenähnlichem Licht soll gewährleistet werden, dass die Bewohner die Strahlen der Sonne so schnell nicht vermissen. Zudem wurden in jeder Wohneinheit breite Bildschirme installiert, mit denen man sein Wohngefühl steigern und sich schöne Landschaften anzeigen lassen kann. Darüber hinaus gibt es einen Wellnesspark mit Pool, ein Fitnessstudio, einen Hundepark und medizinische Einrichtungen. Eine Gefängniszelle ist ebenfalls vorhanden. Hier haben die Architekten ebenfalls beim Film und Fernsehen aufgepasst. Einer tanzt immer aus der Reihe.

Über Nahrung und Wasser müssen sich die Bewohner über 5 Jahre keine Gedanken machen. So lange halten die Vorräte des Bunkers. Anschließend sollte die Apokalypse allerdings schon langsam abklingen, sonst muss man eventuell doch einmal die Türen öffnen.

Der Trend zum sicheren Heim

Die Investitionen in sichere Wohnungen stellen in den USA keinen Einzelfall für verschroben Millionäre da. Immer mehr Menschen versuchen, sich für den eventuellen Ernstfall zu widmen. Bunker und andere Sicherheitsvorkehrungen liegen groß im Trend. So gaben die Menschen in den Vereinigten Staaten allein 2011 11 Milliarden Dollar für Sicherheitsvorkehrungen aus. Bis zum Jahr 2016 soll die Zahl auf über 16 Milliarden Dollar ansteigen. Neben Alarmanlagen sind es dabei eben vor allem sichere Wohnräume wie Bunker oder Panic Rooms, in die vielfach investiert wird.

In vielen Fällen warten die Käufer jedoch gar nicht auf den Weltuntergang. Bauunternehmer Larry Hall, der natürlich selbst einen Bereich in seinem Bunker besitzt, verbrachte mit seiner Familie bereit schon ein paar Ferientage in seiner Wohnanlage. Und auch andere Bunkerbesitzer nutzen die ruhige Zeit, um sich schon einmal etwas einzuleben. Auf diese Weise sind sie hervorragend vorbereitet, wenn der Ernstfall letztendlich eintritt.

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