Im Kino: Wardogs Entertainment

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Waffen und die USA sind oft eine Thematik, die gerade für Deutsche oft nur kurios wirkt. Der neue Kinofilm War Dogs zeigt, wie abstrus es im amerikanischen Waffenhandel zugeht, und basiert darüber hinaus auch noch auf realen Ereignissen.

Für David Packouz läuft das Jahr nicht besonders gut. Nach mehreren Bruchlandungen als Unternehmer arbeitet er aktuell als Masseur und kann sich gerade so über Wasser halten. Als seine Freundin plötzlich schwanger wird, muss allerdings eine Veränderung her, andernfalls lässt sich das Baby nicht finanzieren. Zum Glück hat Davids Freund Efraim genau das richtige Angebot. Er sucht einen Partner für seine neu gestartete Firma. Hierbei handelt es sich um ein Waffenunternehmen, das aufgrund einer Neuregelung der US-Regierung vor einer goldenen Zukunft steht.

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Gewissensbisse gegen den Reichtum

Im Jahr 2005 ist der Krieg im Irak nach wie vor ein brisantes Thema in den USA. Vor allem die Kosten machen der Regierung zu schaffen, weshalb man damit begonnen hat, erstmals Waffenaufträge öffentlich auszuschreiben. Selbst kleine Unternehmen können sich nun für staatliche Aufträge im Wert von Hundert Millionen Dollar bewerben, was für Efraims Unternehmen die perfekte Chance ist. Für seinen Plan braucht der Jungunternehmer allerdings die Hilfe von David. Dieser hat zunächst Gewissensbisse, kann dem Lockruf des Geldes allerdings nicht widerstehen. Nach anfänglichen Erfolgen wird ihre clevere Arbeit den beiden allerdings schon bald zum Verhängnis. Als die US-Regierung an ihr Unternehmen plötzlich einen Vertrag im Umfang von 300 Millionen Dollar gibt, bekommen die beiden bei der Umsetzung gehörige Schwierigkeiten. Sie sind gezwungen, sich mit dubiosen Partnern einzulassen, was sich bald rächt.

ARMS AND THE DUDES

ARMS AND THE DUDES

Die echten War Dogs

Die Handlung von War Dogs basiert auf wahren Ereignissen und Personen. Efraim Diveroli und David Packouz sind zwei real existierende Amerikaner, die 2004 in den Waffenhandel einstiegen. Durch den Ankauf günstiger Waffen im Ausland konnten sie regelmäßig die Preise der Konkurrenz unterbieten und wurden dadurch schnell erfolgreich. Ihr Erfolg ist am Ende aber auch ihr Untergang, da sie gegen ein US-Embargo verstoßen. Beide werden verurteilt, was jedoch auch den Journalisten Guy Lawson auf die War Dogs aufmerksam macht. Dieser schreibt die Geschichte der Waffenhändler nieder und veröffentlicht sie zunächst einmal in dem Magazin Rolling Stone. Später weitet er seinen Artikel aus und bringt ihn als Buch unter dem Titel Arms and the Dudes noch einmal heraus. Auf Basis des Buches entstand dann schließlich das Skript zu War Dogs. So nahmen sich die Autoren Stephen Chin, Todd Phillips und Jason Smilovic der Vorlage an und schrieben auf ihr basierend das Drehbuch zu Film.

WAR DOGS

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WAR DOGS

Ein Comedyexperte inszeniert

Nachdem er am Drehbuch mitgeschrieben hatte, übernahm Todd Phillips auch die Inszenierung von War Dogs. Der Regisseur ist im Bereich Comedy kein Unbekannter. In der Vergangenheit inszenierte er unter anderem Filme wie Old School, Road Trip oder Starsky & Hutch. Darüber hinaus war er auch für die Hangover-Trilogie verantwortlich. Für die Hauptrollen waren zunächst Jesse Eisenberg und Shia LaBeouf im Gespräch. Später entschied man sich aber Efraim Diveroli und David Packouz mit Jonah Hill und Miles Teller zu besetzen. In weiteren Rollen des Films sind Ana de Armas, Kevin Pollak und Bradley Cooper zu sehen. Die Dreharbeiten zu War Dogs fanden an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt statt. Gedreht wurde unter anderem in Rumänien, Kalifornien und Florida. In den deutschen Kinos startet die satirische Komödie am 22. September.

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